Datenschutzkonzept der Radbonus App
Stand 19.02.2026
Einleitung
Zweck und Ziel des Datenschutzkonzepts
Die Radbonus-App verfolgt einen am Markt unüblichen Ansatz im Datenschutz: Sie verzichtet vollständig auf die Erhebung identifizierender personenbezogener Daten. Dieses Datenschutzkonzept dokumentiert die technischen und organisatorischen Maßnahmen, die eine datensparsame und anonyme Nutzungserfahrung gewährleisten. Ziel ist es, den Datenschutz der Nutzer konsequent zu gewährleisten und dabei die gesetzlichen Anforderungen, insbesondere der DSGVO, zu erfüllen. Die Radbonus-App verarbeitet Nutzungsdaten ohne Identitätsbezug. Die Daten sind aus Sicht der Radbonus GmbH als Verantwortlicher nicht einer identifizierten oder identifizierbaren natürlichen Person zuzuordnen (ErwG 26 DSGVO; relativer Personenbezug nach EuGH C-413/23 P). Radbonus hält die DSGVO-Grundsätze vorsorglich ein.
Geltungsbereich der Datenschutzmaßnahmen
Dieses Datenschutzkonzept gilt für die gesamte Radbonus-App sowie alle zugehörigen Serveranwendungen und Dienste im Rahmen der jeweiligen Partner-Welt. Es beschreibt die Erhebung, Verarbeitung, Speicherung und den Schutz der Daten, um die Privatsphäre der Nutzer umfassend zu wahren. Das Konzept wird vom Nutzer beim Betreten der Partner-Welt akzeptiert und gilt für die gesamte Dauer der Nutzung innerhalb dieser Partner-Welt.
Definitionen und Begriffe
- Radbonus-App: Eine mobile Anwendung für iOS und Android, die es Nutzern ermöglicht, ihre Fahrradaktivitäten ohne Angabe identifizierender personenbezogener Daten zu erfassen und an Challenges teilzunehmen.
- Nutzer: Jede natürliche Person, die die Radbonus-App verwendet.
- Datenschutz: Der Schutz personenbezogener Daten vor Missbrauch und unbefugtem Zugriff.
- DSGVO: Datenschutz-Grundverordnung der Europäischen Union, die den Schutz personenbezogener Daten regelt.
- Personenbezogene Daten: Alle Informationen, die sich auf eine identifizierte oder identifizierbare natürliche Person beziehen.
- Anonyme Daten: Daten, die sich nicht auf eine identifizierte oder identifizierbare natürliche Person beziehen bzw. die in einer Weise anonymisiert worden sind, dass die betroffene Person nicht oder nicht mehr identifiziert werden kann (vgl. ErwG 26 DSGVO). Anonyme Daten fallen nicht in den Anwendungsbereich der DSGVO.
- Identifikationsnummer (Radbonus-ID): Eine mittels Zufallsgenerator erzeugte, rein technische Kennung, die bei der Installation der Radbonus-App erstellt wird. Die ID hat keinen Bezug zum Gerät, zur Person oder zu sonstigen identifizierenden Merkmalen. Sie dient ausschließlich als technischer Schlüssel zur Zuordnung von Nutzungsdaten innerhalb des Systems. Die über die Radbonus-ID verknüpften Datensätze enthalten selbst keine personenbezogenen Daten — die ID ist somit ein Schlüssel zu anonymen Daten, nicht zu einer Person.
- Partner-Welt: Eine innerhalb der Radbonus-App konfigurierte Umgebung eines Partners, in der spezifische Herausforderungen, Wettkämpfe und Missionen angeboten werden.
- Hochsicherheits-Rechenzentren: Rechenzentren mit hohen Sicherheitsstandards, in denen die Server der Radbonus GmbH betrieben werden.
Datenschutzansatz
Die Radbonus-App verfolgt einen Datenschutzansatz, der im Bereich der Mitarbeiter-Fitness- und Radförderungs-Apps ohne vergleichbares Gegenstück ist:
- Datenverarbeitung ohne Identitätsbezug: Radbonus verarbeitet Nutzungsdaten ohne Kenntnis der Identität der Nutzer. Weder die App noch das Backend speichern personenbezogene Daten wie Name, Anschrift, E-Mail oder Telefonnummer. Die technische Zuordnung von Nutzungsdaten erfolgt ausschließlich über eine mittels Zufallsgenerator erzeugte Radbonus-ID, die keinen Bezug zum Gerät oder zur Person des Nutzers aufweist. Es existiert keine Zuordnungstabelle, die eine Verknüpfung zwischen der ID und einer natürlichen Person ermöglicht. Die über die ID verknüpften Datensätze enthalten selbst keine personenbezogenen Daten — die Radbonus-ID ist somit ein technischer Schlüssel zu nicht identitätsbezogenen Daten, nicht zu einer Person.
- Anonyme Nutzung: Nutzer können die App vollständig ohne Angabe identifizierender personenbezogener Daten verwenden. Sämtliche serverseitig gespeicherten Daten sind anonym im Sinne des ErwG 26 DSGVO — es existiert kein Identitätsattribut, keine Zuordnungstabelle und kein technischer Pfad, der eine Verknüpfung zwischen den Datensätzen und einer natürlichen Person ermöglicht.
- Lokale Datenverarbeitung: Geokoordinaten und andere sensible Daten werden ausschließlich lokal auf dem Gerät des Nutzers verarbeitet und anschließend gelöscht. Es erfolgt keine serverseitige Speicherung von Standortdaten.
- Sichere Serverinfrastruktur: Alle Daten werden auf eigenen, in Deutschland betriebenen Bare Metal Servern in hochsicheren Rechenzentren gespeichert, die nach ISO/IEC 27001 zertifiziert sind. Es erfolgt keine Speicherung in Cloud-Diensten.
- Verschlüsselte Kommunikation: Die Datenübertragung zwischen der App und den Servern erfolgt über verschlüsselte Verbindungen (SSL/TLS), um die Vertraulichkeit und Integrität der Daten zu gewährleisten.
Dieser Datenschutzansatz stellt sicher, dass selbst im Falle eines Sicherheitsproblems keine identifizierbaren personenbezogenen Daten freigesetzt werden können, da solche Daten zu keinem Zeitpunkt erhoben oder gespeichert werden. Diese Architektur ist im Marktsegment der Mitarbeiter-Radförderungs-Apps nach Kenntnis der Radbonus GmbH ohne Vergleich — vergleichbare Anbieter setzen typischerweise auf Account-basierte Systeme mit E-Mail-Registrierung, GPS-Tracking und Drittanbieter-Analytics.
Verantwortlichkeiten
Datenschutzbeauftragter
Der Datenschutzbeauftragte der Radbonus GmbH ist Johannes Milczewski. Er ist verantwortlich für die Überwachung und Einhaltung der datenschutzrechtlichen Vorschriften innerhalb des Unternehmens. Johannes Milczewski verfügt über umfassende Fachkenntnisse im Datenschutzrecht und in der Datensicherheit. Er ist der zentrale Ansprechpartner für alle datenschutzrelevanten Fragen und Anliegen.
Aufgaben des Datenschutzbeauftragten
- Überwachung der Einhaltung der Datenschutzvorschriften: Sicherstellung, dass alle datenschutzrechtlichen Anforderungen gemäß DSGVO und anderen relevanten Gesetzen erfüllt werden. Regelmäßige Überprüfung und Aktualisierung der Datenschutzrichtlinien und -verfahren.
- Beratung und Schulung: Beratung der Geschäftsführung und der Mitarbeiter in allen datenschutzrechtlichen Belangen. Durchführung von Schulungen und Sensibilisierungsmaßnahmen für die Mitarbeiter hinsichtlich Datenschutz und Datensicherheit.
- Zusammenarbeit mit der Aufsichtsbehörde: Kontaktstelle für die Datenschutzaufsichtsbehörde und Unterstützung bei Anfragen oder Prüfungen.
- Überwachung der Datenverarbeitungsprozesse: Regelmäßige Überprüfung der Datenverarbeitungsprozesse, um sicherzustellen, dass die Anonymität der Nutzungsdaten gewahrt bleibt. Implementierung und Überwachung technischer und organisatorischer Maßnahmen zum Schutz der Daten.
- Dokumentation und Berichterstattung: Führung eines Verzeichnisses von Verarbeitungstätigkeiten und Erstellung von Berichten über die Datenschutzmaßnahmen und deren Wirksamkeit. Dokumentation und Nachweis der Einhaltung der datenschutzrechtlichen Anforderungen.
Verantwortliche Stellen und Kontaktinformationen
Die Radbonus GmbH, vertreten durch die Geschäftsführer Marius-Eugen Gerdan und Katharina Gerdan-Dörenhoff, ist die verantwortliche Stelle für den Betrieb der Radbonus-App. Bei Fragen oder Anliegen zum Datenschutz können Sie sich an den Datenschutzbeauftragten Johannes Milczewski wenden.
Kontaktinformationen des Datenschutzbeauftragten:
Datenerhebung und -verarbeitung
Die Radbonus-App ermöglicht es Nutzern, ihre Radfahraktivitäten ohne Identitätsbezug zu erfassen. Die verarbeiteten Nutzungsdaten sind aus Sicht der Radbonus GmbH als Verantwortlicher nicht einer identifizierten oder identifizierbaren natürlichen Person zuzuordnen. Dieses Konzept stellt sicher, dass die Privatsphäre der Nutzer architektonisch geschützt ist — nicht durch nachträgliche Maßnahmen, sondern durch Verzicht auf die Erhebung identifizierender Daten.
Arten der erhobenen Daten und deren Verarbeitung
Radbonus-ID
- Eine mittels Zufallsgenerator erzeugte, rein technische Kennung, die bei der Installation der App erstellt wird.
- Die ID hat keinen Bezug zum Gerät, zur Telefonnummer, zu Hardware-Kennungen oder zu sonstigen identifizierenden Merkmalen des Nutzers. Es existiert weder bei Radbonus noch bei Dritten eine Zuordnungstabelle, die eine Verknüpfung zwischen der ID und einer natürlichen Person herstellt.
- Die Radbonus-ID ist ein Schlüssel zu nicht identitätsbezogenen Datensätzen: Die über die ID verknüpften Daten (Distanzen, Zeitstempel, Challenge-Teilnahmen, Favoriten) enthalten selbst keine Informationen, die eine Identifikation einer natürlichen Person ermöglichen. Eine stabile Kennung ermöglicht zwar die Wiedererkennung desselben Profils innerhalb des Systems (Singling-out/Linkability), begründet jedoch ohne Identitätsdaten oder Verknüpfungsmerkmale keine Identifizierbarkeit im Sinne des ErwG 26.
- Die ID kann vom Nutzer zur Übertragung seiner Nutzungsdaten auf ein anderes Gerät verwendet werden. Dies ist vergleichbar mit einer Garderobennummer: Der Inhaber kann seine Daten abrufen, die Radbonus GmbH hat jedoch zu keinem Zeitpunkt Kenntnis davon, welche natürliche Person hinter einer bestimmten Radbonus-ID steht.
Optional: Nickname
- Nutzer können freiwillig einen Nickname als Anzeige-Kennung in öffentlichen Rankings vergeben. Wird kein Nickname vergeben, wird ein stark gekürztes Fragment der Radbonus-ID (die ersten Zeichen) als Platzhalter angezeigt. In beiden Fällen ist die Anzeige-Kennung partnerweltbezogen und nicht über verschiedene Partner-Welten hinweg verknüpfbar.
- Aktive Bestätigung vor Eingabe: Vor Freischaltung des Eingabefeldes wird der Nutzer informiert: „Dein Nickname ist für andere Teilnehmer sichtbar. Bitte wähle einen Namen, der keine Rückschlüsse auf deine Person zulässt — also keinen echten Namen, keine Initialen, keine Abteilung und keinen Firmennamen." Der Nutzer muss aktiv bestätigen: „Ich bestätige, dass mein Nickname keine personenbezogenen Daten enthält und nicht auf meine Person rückschließen lässt." Diese explizite Bestätigung dokumentiert, dass Radbonus den Nutzer über die Anforderungen informiert hat und der Nutzer die Verantwortung für die Wahl eines nicht identifizierenden Nicknames übernimmt.
- Automatisierte Validierung vor Speicherung: Jeder Nickname durchläuft vor der Speicherung eine zweistufige automatisierte Prüfung:Stufe 1 — Regelbasierte Mustererkennung: Erkennung und Ablehnung von Eingaben, die strukturell auf personenbezogene Daten hindeuten: E-Mail-Adressen (Muster: @.*), Telefonnummern (Ziffernfolgen ≥ 7 Zeichen), Datumsformate und Jahreszahlen im Bereich 1940–2015 (typische Geburtsjahre), URLs und Social-Media-Handles (@-Präfix).Stufe 2 — KI-gestützte semantische Analyse (lokales LLM): Ein lokal auf der Radbonus-Infrastruktur betriebenes Sprachmodell prüft den Nickname auf identifizierende Inhalte, die regelbasiert nicht zuverlässig erfasst werden können. Das Modell erkennt unter anderem: Klarnamen und Nachnamenskombinationen (z.B. „KathiMueller", „ThomasB."), Vornamen mit identifizierendem Zusatz (z.B. „HR Kathi", „Vertrieb Peter"), Abteilungs- und Rollenbezeichnungen (z.B. „TeamFinanzenHR", „PraktikantinSommer2025"), Initialen in Kombination mit Jahreszahlen oder Abteilungen (z.B. „TK1990", „MK-Buchhaltung"), Standort- oder Filialbezeichnungen mit Personenbezug (z.B. „KölnPeter", „StandortHH-Lars") sowie subtile Kombinationen, die in Verbindung mit einer Partner-Welt eine Eingrenzung ermöglichen könnten. Es werden keine Nickname-Eingaben an externe Dienste übermittelt. Es werden dabei keine Nutzungsdaten, keine Radbonus-ID und keine Informationen über die Partner-Welt an das Prüfmodell übergeben — die Bewertung erfolgt ausschließlich anhand des Nickname-Textes selbst.
- Bei Ablehnung eines Nicknames erhält der Nutzer eine Aufforderung, einen nicht identifizierenden Nickname zu wählen, mit einem konkreten Hinweis auf die Art des erkannten Problems (z.B. „Dein Nickname enthält möglicherweise einen echten Namen. Bitte wähle einen Nickname, der nicht auf deine Person rückschließen lässt."). Abgelehnte Nicknames werden nicht gespeichert und nicht protokolliert — die Prüfung erfolgt in Echtzeit, und bei Ablehnung verbleibt kein Datum im System. Die automatisierte Prüfung stellt keine automatisierte Entscheidung im Sinne des Art. 22 DSGVO dar, da sie keine rechtliche Wirkung entfaltet und keine erhebliche Beeinträchtigung begründet — betroffen ist ausschließlich die Wahl einer optionalen Komfortfunktion (Anzeigename), nicht der Zugang zum Dienst oder dessen Funktionalität. Die Radbonus GmbH ist sich bewusst, dass die KI-gestützte Analyse sowohl zu fälschlichen Ablehnungen (False Positives) als auch zu nicht erkannten identifizierenden Nicknames (False Negatives) führen kann. Das System ist bewusst konservativ kalibriert (im Zweifel Ablehnung), da ein fälschlich abgelehnter Nickname den Nutzer lediglich zur Neuwahl auffordert, während ein durchgelassener identifizierender Nickname die Anonymitätsarchitektur schwächen würde. Die Erkennungsqualität wird regelmäßig überprüft und das Modell bei Bedarf nachkalibriert. Das Prüfmodell unterliegt einer dokumentierten Model Governance: Jede Modellversion wird versioniert und vor dem Einsatz gegen einen internen Testkorpus validiert, der sowohl zulässige Nicknames als auch bekannte Muster identifizierender Eingaben umfasst. Änderungen am Modell werden protokolliert und erfordern eine Freigabe durch qualifizierte Mitarbeiter. Sollte ein Nutzer der Auffassung sein, dass sein Nickname fälschlich abgelehnt wurde, kann er über den Datenschutzbeauftragten eine manuelle Prüfung anfordern. Bei der manuellen Prüfung wird ausschließlich der vorgeschlagene Nickname-Text bewertet — es werden keine personenbezogenen Daten des Nutzers erhoben oder gespeichert.
- Die Anzeige-Kennung (Nickname oder gekürztes ID-Fragment) ist partnerweltbezogen und nicht über verschiedene Partner-Welten hinweg verknüpfbar. Sie wird serverseitig in Bezug auf die Radbonus-ID gespeichert.
Optional: Device-Tokens (Push-Notifications)
- Werden für den Versand von Push-Notifications an das jeweilige Endgerät verwendet, wenn der Nutzer dies ausdrücklich wünscht.
- Ermöglichen die Kommunikation und Information der Nutzer über neue Herausforderungen und Belohnungen.
- Technische Umsetzung und Datentrennung: Der Versand von Push-Notifications erfolgt über Firebase Cloud Messaging (FCM). Die dabei verwendeten Device-Tokens sind technische Zustellungskennungen, die ausschließlich dem Transport der Nachricht an das Endgerät dienen. Device-Tokens werden auf den Radbonus-Servern verschlüsselt und strikt getrennt von den übrigen Nutzungsdaten (Distanzen, Zeitstempel, Challenge-Teilnahmen) gespeichert. Die Push-Payloads enthalten ausschließlich generische, für alle Empfänger identische Benachrichtigungen ohne Personenbezug — beispielsweise: „Wettbewerb X startet", „Nur noch 3 Tage bis zum Ende der Challenge", „Du hast gewonnen!". Es werden über FCM keine nutzerspezifischen Inhalte, Radbonus-IDs, Leistungsdaten, Event-IDs, Profildaten oder sonstige Informationen übertragen, die eine Profilbildung oder Identifikation ermöglichen könnten. Die Einhaltung dieser Beschränkung wird serverseitig durch die Notification-Logik erzwungen: Push-Nachrichten werden ausschließlich über vordefinierte Nachrichtenvorlagen versendet, die keine dynamischen nutzerbezogenen Dateninhalte zulassen.
- Datenschutzrechtliche Einordnung: Die Radbonus GmbH behandelt Device-Tokens im Rahmen ihres vorsorglichen DSGVO-Compliance-Ansatzes vorsorglich als potenziell personenbeziehbare Online-Kennungen im Sinne des ErwG 30 DSGVO, auch wenn aus der allein maßgeblichen Perspektive von Radbonus als Verantwortlichem (vgl. EuGH C-413/23 P) keinerlei Mittel bestehen, ein Device-Token einer natürlichen Person zuzuordnen. Durch diese vorsorgliche Einordnung stellt Radbonus sicher, dass selbst bei einer strengen aufsichtsbehördlichen Bewertung sämtliche datenschutzrechtlichen Anforderungen erfüllt sind.
- Rechtsgrundlage: Die Verarbeitung von Device-Tokens erfolgt ausschließlich auf Grundlage der ausdrücklichen Einwilligung des Nutzers (Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO). Die Einwilligung wird über den systemeigenen Permission-Dialog des Betriebssystems (iOS/Android) eingeholt und kann jederzeit widerrufen werden.
- Auftragsverarbeitung: Google agiert im Rahmen von FCM als Auftragsverarbeiter gemäß Art. 28 DSGVO. Die Verarbeitung erfolgt auf Grundlage der Firebase Data Processing and Security Terms, die Google vertraglich untersagen, Customer-Daten mit personenbezogenen Informationen aus eigenen Interaktionen mit dem Nutzer oder von Dritten zu kombinieren. Google verfügt als Betreiber der FCM-Infrastruktur zwar über die technische Plattform, auf der Device-Tokens erzeugt und verarbeitet werden. Eine Korrelation von FCM-Tokens mit Google-Konten zum Zweck der Identifikation von Radbonus-Nutzern stellt jedoch kein nach allgemeinem Ermessen wahrscheinlich genutztes Mittel im Sinne des ErwG 26 DSGVO dar — dies ergibt sich sowohl aus der vertraglichen Bindung (Art. 28 DSGVO), dem expliziten Kombinationsverbot der Firebase-Vertragsbedingungen als auch aus dem Fehlen einer datenschutzrechtlichen Grundlage und eines berechtigten Interesses seitens Google.
- Internationaler Datentransfer: Soweit im Rahmen von FCM eine Verarbeitung von Device-Tokens auf Servern außerhalb des EWR stattfindet, erfolgt diese auf Grundlage der von Google bereitgestellten Standardvertragsklauseln (SCCs) gemäß Art. 46 Abs. 2 lit. c DSGVO sowie der Zertifizierung von Google LLC unter dem EU-U.S. Data Privacy Framework gemäß Art. 45 DSGVO. Die Radbonus GmbH hat ergänzend ein Transfer Impact Assessment (TIA) durchgeführt, das die Angemessenheit des Schutzniveaus unter Berücksichtigung der Art der übermittelten Daten (generische Device-Tokens ohne Personenbezug aus Sicht von Radbonus), der vertraglichen Garantien und der Rechtslage im Drittland bestätigt.
- Speicherdauer: Device-Tokens werden serverseitig verschlüsselt gespeichert, solange der Nutzer Push-Notifications aktiviert hat. Bei Deaktivierung oder Widerruf der Einwilligung wird das Device-Token unverzüglich und unwiderruflich gelöscht. Inaktive Tokens werden in regelmäßigen Abständen automatisch bereinigt.
- Radbonus hat keine Kenntnis darüber, ob ein gespeichertes Device-Token noch aktiv oder gültig ist. Die Tokens dienen ausschließlich als technischer Transportweg und stellen für Radbonus kein Identifikationsmerkmal dar.
- Der Push-Service kann jederzeit in der Radbonus-App oder über die Betriebssystemeinstellungen deaktiviert werden.
App- und Betriebssysteminformationen
- Informationen über die verwendete App-Version, das Betriebssystem und dessen Version.
- Helfen bei der Optimierung und Fehlerbehebung der App.
- Diese technischen Daten unterstützen die kontinuierliche Verbesserung der Nutzererfahrung, ohne die Privatsphäre zu gefährden.
Gefahrene Distanzen
- Informationen über die gefahrenen Distanzen mit Start- und End-Zeitpunkt.
- Diese Daten werden den entsprechenden Herausforderungen, Wettkämpfen und Missionen zugeordnet.
- Die Speicherung erfolgt anonym in Bezug auf die Radbonus-ID.
Fahrradtyp
- Der Typ des verwendeten Fahrrads (z.B. MTB, BMX).
- Diese Information wird zur besseren Analyse und zur Anpassung der App-Funktionen verwendet.
- Die Speicherung erfolgt anonym in Bezug auf die Radbonus-ID.
Optional: Zugehörigkeit zu einem Team
- Bei Teilnahme an Team-Aktivitäten kann die Zugehörigkeit zu einem Team angegeben werden.
- Diese Information wird für die Teamwertung genutzt.
- Um das theoretische Risiko einer Re-Identifikation durch Inferenz in kleinen Gruppen auszuschließen, werden bewusst keine Team-Wettbewerbe angeboten, in denen kleine, potenziell identifizierbare Teams (z.B. 2–3 Personen) entstehen könnten. Team-Aktivitäten sind so gestaltet, dass Einzelpersonen innerhalb eines Teams nicht anhand ihrer Aktivitätsmuster identifizierbar sind.
- Die Speicherung erfolgt anonym in Bezug auf die Radbonus-ID.
Zugehörigkeit zu einer Partner-Welt
- Informationen darüber, ob der Nutzer einer bestimmten Partnerwelt zugeordnet ist.
- Dient der Teilnahme an speziellen Aktionen und Herausforderungen von Partnern.
- Die Speicherung erfolgt anonym in Bezug auf die Radbonus-ID.
Favoriten
- Nutzer können Herausforderungen als Favorit speichern.
- Die Speicherung erfolgt anonym in Bezug auf die Radbonus-ID.
Preisgewinn
- Informationen darüber, ob Nutzer einen Preis gewonnen haben und ob sie diesen abgelehnt oder angenommen haben.
- Die Speicherung erfolgt anonym in Bezug auf die Radbonus-ID.
Nicht gespeicherte Daten
Die Radbonus-App speichert bewusst keine Daten, die zur Identifizierung einer Person führen könnten. Dazu gehören:
- IP-Adresse: Radbonus speichert, protokolliert und wertet IP-Adressen von App-Nutzern zu keinem Zeitpunkt aus. Die Verarbeitung von IP-Adressen im Zusammenhang mit der Radbonus-Infrastruktur lässt sich in drei klar abgrenzbare Schichten unterteilen:Schicht 1 — Transportweg (Telekommunikationsanbieter): Der Transportweg einer HTTP-Anfrage vom Endgerät des Nutzers bis zum Rechenzentrum durchläuft die Infrastruktur von Telekommunikationsanbietern und Internet-Austauschknoten. Die dabei anfallende Verarbeitung von IP-Adressen (Routing, Paketweiterleitung) erfolgt durch die jeweiligen Netzbetreiber im Rahmen ihrer eigenen Verantwortlichkeit nach dem TKG und der DSGVO. Radbonus ist für diesen Transportweg weder Verantwortlicher noch Auftragsverarbeiter.Schicht 2 — Load-Balancer (Hetzner Online GmbH): Die Backend-Infrastruktur der Radbonus-App nutzt den Load-Balancer-Service der Hetzner Online GmbH am Standort Frankfurt am Main als Managed Service. Der Load-Balancer terminiert die eingehende TCP/TLS-Verbindung und leitet die Anfrage an die dahinter liegenden Radbonus-Anwendungsserver weiter. Bei diesem Vorgang verarbeitet der Load-Balancer zwangsläufig die IP-Adresse des Nutzers auf Netzwerkebene — dies ist ein inhärenter Bestandteil jeder TCP/IP-Kommunikation. Radbonus betreibt den Load-Balancer nicht selbst und hat weder administrativen Zugriff auf dessen Konfiguration noch auf etwaige dort anfallende Verbindungsdaten oder Logs. Mit der Hetzner Online GmbH besteht ein Auftragsverarbeitungsvertrag gemäß Art. 28 DSGVO. Hetzner unterliegt als deutscher Rechenzentrumsbetreiber der DSGVO unmittelbar. Die Abwehr netzwerkbasierter Angriffe (DDoS-Schutz, volumetrische Attacken) erfolgt ebenfalls durch Hetzner auf dieser Schicht, bevor der Datenverkehr die Radbonus-Anwendungsschicht erreicht.Schicht 3 — Radbonus-Anwendungsserver (Backend): Die Radbonus-Anwendungsserver befinden sich hinter dem Load-Balancer-Service. Die Weiterleitung der ursprünglichen Client-IP via HTTP-Header (z.B.
X-Forwarded-For) ist auf den Hetzner Load-Balancern deaktiviert. Die Backend-Server erhalten daher bei keiner Anfrage die IP-Adresse des Nutzers — weder als Verbindungsinformation noch in HTTP-Headern. Die IP-Adresse des Nutzers ist auf Anwendungsebene technisch nicht verfügbar. Zusätzlich verwendet die Anwendungslogik keine IP-Adressen für Authentifizierung, Rate-Limiting, Geolokalisierung, Logging oder sonstige Zwecke. Es existiert kein Code-Pfad in der Radbonus-Anwendung, der auf IP-Informationen zugreift oder diese verarbeitet.Zusammenfassung: Die IP-Adresse eines Nutzers wird auf dem Transportweg und auf Netzwerkebene des Load-Balancers zwangsläufig verarbeitet — dies ist bei jeder TCP/IP-Kommunikation der Fall und liegt außerhalb der Einflusssphäre von Radbonus. Die Weiterleitung der Client-IP an die Backend-Server via X-Forwarded-For ist auf den Load-Balancern deaktiviert. Auf der Anwendungsschicht, die unter vollständiger Kontrolle von Radbonus steht, ist die IP-Adresse des Nutzers daher technisch nicht verfügbar und es findet keine Verarbeitung statt. Eine Verknüpfung von IP-Adressen mit Radbonus-IDs oder Nutzungsdaten ist weder auf Netzwerkebene (Hetzner hat keinen Bezug zu Radbonus-IDs) noch auf Anwendungsebene (IPs sind nicht verfügbar) möglich. Die Sicherheitsüberwachung der Radbonus-Systeme erfolgt ausschließlich auf Anwendungsebene und ist nicht auf IP-Adressen angewiesen (siehe Abschnitt „Technische und organisatorische Sicherheitsmaßnahmen").
- Geo-Koordinaten der gefahrenen Strecken: Werden ausschließlich lokal auf dem Endgerät zur Berechnung der Strecke verwendet und anschließend gelöscht. Es erfolgt keine serverseitige Speicherung von Standortdaten.
- Name, Anschrift, E-Mail, Telefonnummern: Solche personenbezogenen Daten werden nicht erfasst oder gespeichert.
Zweck der Datenerhebung und -verarbeitung
Die erhobenen Daten dienen ausschließlich dem Betrieb der Radbonus-App. Dies umfasst die Verbesserung der Nutzererfahrung, die Bereitstellung von Inhalten und die Teilnahme an Herausforderungen, Wettkämpfen und Missionen. Da Nutzungsdaten ohne Identitätsbezug erhoben werden, gewährleistet die Radbonus-App, dass die Privatsphäre der Nutzer stets gewahrt bleibt.
Preisgewinn
Sollte ein Nutzer einen Preis gewinnen, wird die Gewinnabwicklung vollständig außerhalb der Radbonus-App und ohne Erhebung personenbezogener Daten durch Radbonus durchgeführt. Die App zeigt dem Nutzer lediglich den Gewinn an. Die Einlösung erfolgt über vom Partner bereitgestellte Mechanismen wie z.B. Gutscheincodes, die direkt in der App angezeigt werden und keine Angabe personenbezogener Daten erfordern. Es werden weder in der App noch auf den Servern der Radbonus GmbH personenbezogene Daten im Zusammenhang mit der Gewinnabwicklung gespeichert.
Rechtsgrundlagen und Einordnung der Datenverarbeitung
Einordnung der verarbeiteten Daten
Die Radbonus-App verarbeitet ausschließlich Nutzungsdaten, die als anonyme Daten im Sinne des Erwägungsgrundes 26 der DSGVO einzustufen sind. Die nachfolgende Analyse belegt diese Einordnung.
Prüfungsmaßstab: Erwägungsgrund 26 DSGVO
Nach ErwG 26 DSGVO gelten die Grundsätze des Datenschutzes nicht für anonyme Informationen — d.h. für Informationen, die sich nicht auf eine identifizierte oder identifizierbare natürliche Person beziehen. Um festzustellen, ob eine Person identifizierbar ist, sind alle Mittel zu berücksichtigen, die nach allgemeinem Ermessen wahrscheinlich genutzt werden, um die natürliche Person direkt oder indirekt zu identifizieren. Dabei sind alle objektiven Faktoren zu berücksichtigen, insbesondere die Kosten der Identifizierung und der dafür erforderliche Zeitaufwand, die zum Zeitpunkt der Verarbeitung verfügbare Technologie und technologische Entwicklungen.
Aktuelle Rechtsprechung: EuGH C-413/23 P vom 4. September 2025 (Relativer Personenbezug)
Der Europäische Gerichtshof hat mit seinem Urteil vom 4. September 2025 in der Rechtssache EDPS gegen Single Resolution Board (C-413/23 P) zentrale Grundsätze zur Einordnung von Daten als personenbezogen oder anonym bestätigt und präzisiert:
- Relativer Personenbezug: Die Frage, ob Daten personenbezogen sind, bestimmt sich allein aus der Perspektive des jeweils Verantwortlichen. Dieselben Daten können für einen Verantwortlichen personenbezogen und für einen anderen anonym sein (Rn. 75, 76, 86).
- Pseudonyme Daten können anonym sein: Pseudonymisierte Daten sind für einen Empfänger, der über keinerlei rechtliche oder faktische Mittel zur Re-Identifizierung verfügt, als anonym zu qualifizieren. Die bloße Existenz zusätzlicher Informationen bei einem anderen Akteur bedeutet nicht, dass die Daten für jeden Empfänger als personenbezogen gelten (Rn. 82).
- Maßgeblich: Realistische Re-Identifizierungsmittel. Entscheidend ist nicht die theoretische Möglichkeit einer Zuordnung, sondern ob der jeweilige Verantwortliche über nach allgemeinem Ermessen wahrscheinlich genutzte Mittel verfügt, um die Daten einer bestimmten Person zuzuordnen.
Diese Rechtsprechung stützt die Einordnung der Radbonus-Nutzungsdaten als anonym unmittelbar: Radbonus verfügt über keinerlei Mittel — weder rechtlich noch faktisch — um die Radbonus-ID einer natürlichen Person zuzuordnen. Es existiert kein Schlüssel, keine Zuordnungstabelle und kein technischer Pfad zur Re-Identifizierung. Die Daten sind aus der allein maßgeblichen Perspektive von Radbonus als Verantwortlichem anonym.
Abgrenzung zu Cookie-IDs und Online-Kennungen
Zufallsgenerierte Kennungen (z.B. Cookie-IDs, Tracking-IDs) können nach ständiger Rechtsprechung des EuGH personenbezogene Daten darstellen, wenn sie mit weiteren Informationen verknüpft werden können, um Nutzer wiederzuerkennen oder Profile zu erstellen (vgl. EuGH C-673/17 „Planet49", Rn. 45 ff.; ErwG 30 DSGVO). Entscheidend ist dabei nicht die Zufälligkeit der Kennung, sondern die Möglichkeit der Zuordnung zu einer natürlichen Person.
Die Radbonus-ID unterscheidet sich vom typischen Cookie-/Tracking-ID-Szenario in mehreren wesentlichen Punkten:
- Keine Account-Daten: Es existieren keine E-Mail-Adressen, Namen oder sonstige identifizierende Account-Informationen, mit denen die Radbonus-ID kombiniert werden könnte.
- Keine Geräte-Verknüpfung: Die Radbonus-ID wird nicht aus Geräte-Identifikatoren abgeleitet und ist nicht mit solchen verknüpft. Es besteht kein technischer Zusammenhang zwischen der ID und der IDFA/GAID, MAC-Adresse oder sonstigen Hardware-Kennungen.
- Kein Tracking über Dienste hinweg: Die Radbonus-ID wird ausschließlich innerhalb der Radbonus-App verwendet. Es erfolgt keine Weitergabe an Werbenetzwerke, Analyse-Dienste oder sonstige Dritte, die eine dienstübergreifende Profilbildung ermöglichen könnten.
- Keine Standortdaten: Es werden keine GPS-Koordinaten serverseitig gespeichert, die in Kombination mit der ID ein identifizierendes Bewegungsprofil ergeben könnten.
- Keine IP-Adress-Verarbeitung auf Anwendungsebene: Die Weiterleitung der Client-IP via
X-Forwarded-For ist auf den Hetzner Load-Balancern deaktiviert. Die Radbonus-Anwendungsserver erhalten die IP-Adresse des Nutzers weder als Verbindungsinformation noch in HTTP-Headern. Zusätzlich existiert kein Code-Pfad in der Anwendung, der auf IP-Informationen zugreift. Die zwangsläufige Verarbeitung von IPs auf Netzwerkebene (Load-Balancer, Transportweg) ist im Abschnitt „Nicht gespeicherte Daten" dokumentiert.
Während Cookie-IDs typischerweise in einem Ökosystem operieren, in dem Account-Daten, Geräte-Kennungen, Standortdaten und Drittanbieter-Netzwerke eine Verknüpfung ermöglichen, fehlen im Radbonus-System sämtliche dieser Verknüpfungspunkte. Die bloße Existenz einer zufallsgenerierten Kennung begründet keinen Personenbezug — es sind die Verknüpfungsmöglichkeiten, die den datenschutzrechtlichen Unterschied ausmachen.
Analyse: Warum die verarbeiteten Daten anonym sind
Die zentrale Frage lautet: Kann über die Radbonus-ID oder die damit verknüpften Datensätze eine natürliche Person identifiziert werden — durch Radbonus, durch Partner oder durch Dritte?
Die Radbonus-ID ist ein Schlüssel zu anonymen Daten, nicht zu einer Person:
Die Radbonus-ID wird mittels Zufallsgenerator erzeugt. Sie hat keinen Bezug zum Gerät, zur Telefonnummer, zu Hardware-Kennungen, zu Accounts bei Drittanbietern oder zu sonstigen identifizierenden Merkmalen. Es existiert weder bei Radbonus noch bei Dritten eine Zuordnungstabelle, die eine Verknüpfung zwischen der ID und einer natürlichen Person ermöglicht. Die über die ID verknüpften Datensätze enthalten Nutzungsdaten ohne Identitätsbezug: gefahrene Distanzen, Zeitstempel, Challenge-Teilnahmen, Fahrradtyp, Favoriten und Gewinninformationen. Keines dieser Datenfelder enthält personenbezogene Informationen. Radbonus besitzt keine Zusatzinformationen, mit denen eine Zuordnung zu einer natürlichen Person möglich wäre. Ein technischer Schlüssel, der auf nicht identitätsbezogene Datensätze verweist und für den keine Verknüpfungsmöglichkeit besteht, begründet keinen Personenbezug im Sinne des ErwG 26 — weder der Schlüssel selbst noch die damit verknüpften Daten werden durch die Existenz des Schlüssels zu personenbezogenen Daten.
Abgrenzung zur Pseudonymisierung:
Pseudonymisierung im Sinne von Art. 4 Nr. 5 DSGVO liegt vor, wenn personenbezogene Daten so verarbeitet werden, dass sie ohne Hinzuziehung zusätzlicher Informationen nicht mehr einer spezifischen Person zugeordnet werden können — wobei diese zusätzlichen Informationen gesondert aufbewahrt werden. Im Fall der Radbonus-App existieren solche „zusätzlichen Informationen" jedoch nicht: Es gibt keine Zuordnungstabelle, kein Mapping, keine Datenbank und keinen technischen Pfad, der eine Verbindung zwischen der Radbonus-ID und einer natürlichen Person herstellt. Die Radbonus-ID ersetzt nicht eine vorher bekannte Identität — sie wurde nie mit einer Identität verknüpft.
Zum Thema „Singling Out":
Singling-out und Linkability sind technische Eigenschaften stabiler Kennungen. Für die datenschutzrechtliche Einordnung ist entscheidend, ob daraus unter Berücksichtigung der nach allgemeinem Ermessen wahrscheinlich genutzten Mittel eine Zuordnung zu einer natürlichen Person möglich ist (ErwG 26 DSGVO).
ErwG 26 DSGVO benennt Singling Out als einen Faktor bei der Beurteilung, ob Daten einer natürlichen Person zugeordnet werden können. Singling Out beschreibt die Möglichkeit, einen einzelnen Datensatz in einer Datenbank zu isolieren und von anderen Datensätzen zu unterscheiden. Im Radbonus-System fehlt hierfür jeder Verknüpfungspunkt: Es werden keine Identitätsdaten, keine Standortdaten und keine IP-Adressen auf Anwendungsebene verarbeitet; Partner und andere Nutzer sehen ausschließlich aggregierte Kilometerstände ohne Zeit- oder Ereignisdetails. Im Einzelnen:
Singling Out ist ein Risikofaktor, aber ohne Identitätsbrücke nicht ausreichend. Die Art.-29-Datenschutzgruppe (WP 216) unterscheidet drei Kriterien für die Bewertung von Anonymisierungsverfahren: Singling Out (Isolierung), Linkability (Verknüpfung) und Inferenz (Rückschluss). Im Radbonus-System ist Singling Out technisch möglich (die Radbonus-ID ermöglicht die Isolierung eines Datensatzes) und Linkability innerhalb des Systems ist gegeben (Datensätze derselben ID können einander zugeordnet werden). Es fehlt jedoch jede realistische Möglichkeit, daraus eine natürliche Person zu bestimmen. Entscheidend ist nicht die bloße Isolierbarkeit, sondern ob der isolierte Datensatz einer natürlichen Person zugeordnet werden kann — direkt oder indirekt, durch den Verantwortlichen oder durch Dritte mit nach allgemeinem Ermessen wahrscheinlich genutzten Mitteln.
Die Radbonus-Datensätze enthalten keine identifizierenden Datenfelder. Ein isolierter Radbonus-Datensatz enthält: eine zufallsgenerierte ID, eine Distanz in Kilometern, einen Zeitstempel und ggf. Challenge-Teilnahmen. Keines dieser Felder identifiziert eine Person. Der Zeitstempel dokumentiert, wann eine Distanz dem System gemeldet wurde — nicht wann oder wo eine Fahrt begonnen oder geendet hat. Die Distanz beschreibt eine Strecke ohne Start- und Endpunkt, ohne Route, ohne geographischen Bezug. 12,3 km kann jede beliebige Route zwischen beliebigen Punkten sein. Ohne geographische Verortung fehlt Bewegungsdaten die Eigenschaft, die sie identifizierbar macht: der räumliche Kontext. Ein Pendler, der täglich 15 km fährt, ist aus den Radbonus-Daten nicht von hunderttausenden anderen Personen unterscheidbar, die ebenfalls 15 km fahren.
Das häufig angeführte Szenario „nur eine Person fährt nachts 40 km" setzt Wissen voraus, über das weder Radbonus noch der Partner verfügt. Um aus dem Datensatz „Zufalls-ID XYZ, 40 km, 23:15 Uhr" auf eine konkrete Person zu schließen, müsste ein Angreifer gleichzeitig über zwei Informationsquellen verfügen: (1) Zugriff auf die individuellen Nutzungsdaten von Radbonus (Zeitstempel, Distanz pro Nutzer) und (2) externes Kontextwissen über die Angehörigen der betreffenden Partner-Welt (wer fährt wann wie weit). Die Architektur von Radbonus stellt sicher, dass diese beiden Informationsquellen bei keinem Akteur zusammenfallen: Radbonus verfügt über die individuellen Nutzungsdaten, kennt aber weder die Identität noch die Gewohnheiten der Mitarbeiter des Partners. Der Partner kennt seine Mitarbeiter, erhält von Radbonus aber ausschließlich aggregierte Gesamt-Kilometer — keine individuellen Zeitstempel, keine Distanzen pro Fahrt, keine Aktivitätsmuster einzelner Nutzer (siehe Abschnitt „Datenschutzrechtliche Rolle der Partner"). Selbst eine Person, die sowohl Radbonus-Mitarbeiter als auch Partner-Mitarbeiter wäre, hätte keinen Zugriff auf die individualisierten Nutzungsdaten anderer Radbonus-IDs.
Linkability scheitert am Fehlen von Verknüpfungspunkten. Eine Verknüpfung der Radbonus-Datensätze mit externen Datenquellen (Fitnessapps, Arbeitszeiterfassungen, Social Media) erfordert einen gemeinsamen Identifier — eine E-Mail-Adresse, eine Geräte-ID, eine IP-Adresse, einen Standort. Keiner dieser Verknüpfungspunkte existiert in den Radbonus-Daten. Die Radbonus-ID ist zufallsgeneriert und hat keinen Bezug zu Geräten, Konten oder Personen. Ohne einen gemeinsamen Schlüssel ist eine systematische Verknüpfung mit externen Datenquellen nicht möglich.
Zum Restrisiko durch Inferenz in Randfällen:
Radbonus erkennt an, dass in theoretischen Extremfällen — etwa bei einer Partner-Welt mit einer sehr geringen einstelligen Teilnehmerzahl — das Verhältnis von bekannten Teilnehmern zu Datensätzen eine Eingrenzung ermöglichen könnte. Dieses Restrisiko ist jedoch aus mehreren Gründen kein nach allgemeinem Ermessen wahrscheinlich genutztes Mittel im Sinne des ErwG 26: Es erfordert die Kombination von externem Kontextwissen mit individualisierten Nutzungsdaten, die architekturbedingt bei keinem Akteur zusammenfallen. Es setzt ein aktives Interesse an der Identifikation einzelner Radfahrer voraus, für das kein wirtschaftliches oder sonstiges Motiv erkennbar ist. Und es bleibt selbst im Extremfall probabilistisch — eine Distanz von 40 km lässt keinen sicheren Rückschluss zu, da auch andere Nutzer dieselbe Distanz an demselben Tag zurückgelegt haben können.
Dieses theoretische Restrisiko ändert die rechtliche Einordnung der Daten als anonym aus Sicht von Radbonus als Verantwortlichem nicht (vgl. EuGH C-413/23 P zur relativen Anonymität), begründet jedoch die im Folgenden dokumentierten zusätzlichen Schutzmaßnahmen: die KI-gestützte Nickname-Validierung durch ein lokales Sprachmodell mit aktiver Nutzerbestätigung, den bewussten Verzicht auf Team-Wettbewerbe mit kleinen Gruppen, die ausschließliche Weitergabe aggregierter Statistiken an Partner, die doppelte Schutzbarriere zwischen Kontextwissen und Individualdaten, die vorsorgliche Einhaltung von DSGVO-Standards als zusätzlichen Schutzrahmen sowie die folgenden operationalen Kleinwelt-Schutzmaßnahmen:
Operationale Kleinwelt-Controls (architektonische Inferenz-Barrieren):
- Mindestteilnehmerzahl für Rankings: Öffentliche Ranglisten innerhalb einer Partner-Welt werden erst ab einer Mindestteilnehmerzahl von 15 aktiven Nutzern angezeigt. Unterhalb dieser Schwelle sehen Nutzer ausschließlich ihre eigenen Daten — keine Anzeige-Kennungen und keine Kilometer anderer Teilnehmer. Diese Maßnahme eliminiert den Angriffsvektor „kleine Gruppe + Kontextwissen" architektonisch, nicht argumentativ.
- Kilometer-Rundung (Binning): In der Ranking-Darstellung werden Gesamt-Kilometer auf volle Kilometerwerte gerundet. Präzise Distanzwerte (z.B. 12,37 km) sind ausschließlich dem Nutzer selbst in seiner App zugänglich. Die Rundung reduziert die Unterscheidungskraft einzelner Datenpunkte und erschwert eine Zuordnung anhand auffälliger Muster.
- Verzögertes Ranking-Update (Delay): Die Ranking-Darstellung wird nicht in Echtzeit aktualisiert, sondern in definierten Intervallen (z.B. täglich). Damit ist eine zeitliche Korrelation zwischen einer beobachteten Fahrt und einer Ranking-Veränderung nicht möglich — ein Kollege kann nicht sagen: „Gerade hat sich der Kilometerstand von Meerkatze erhöht, also war das Thomas, der eben angekommen ist."
- Keine Einzelereignis-Sichtbarkeit für Dritte: Weder Partner noch andere Nutzer sehen einzelne Fahrtereignisse, Zeitstempel, Distanzen pro Fahrt oder Aktivitätsmuster. Die einzige für Dritte sichtbare Information ist ein gerundeter, verzögert aktualisierter Gesamt-Kilometerstand.
Diese Maßnahmen stellen sicher, dass selbst in der theoretischen Extremkonstellation kleiner Partner-Welten die für eine Inferenz erforderlichen Datenpunkte architektonisch nicht zur Verfügung stehen. Die Anonymität wird nicht nur argumentiert, sondern technisch erzwungen.
Zur Profil-Übertragung:
Die Radbonus-ID kann vom Nutzer zur Übertragung seiner Nutzungsdaten auf ein anderes Gerät verwendet werden. Die Tatsache, dass ein Nutzer seine eigene ID kennt und seine eigenen Daten abrufen kann, begründet keinen Personenbezug aus Sicht des Verantwortlichen (Radbonus). Maßgeblich ist die Perspektive des Verantwortlichen und die Frage, ob dieser — oder ein Dritter mit nach allgemeinem Ermessen wahrscheinlich genutzten Mitteln — eine Zuordnung herstellen kann. Radbonus kann dies nicht. Die Situation ist vergleichbar mit einer Garderobennummer: Der Inhaber kann seinen Gegenstand abholen, aber der Betreiber der Garderobe weiß nicht, welche Person welche Nummer hat.
Zum „All means reasonably likely to be used"-Test (ErwG 26) — Szenarioanalyse:
Die zentrale Frage nach ErwG 26 DSGVO lautet: Wer verfügt über welche Informationen — und kann daraus mit nach allgemeinem Ermessen wahrscheinlich genutzten Mitteln eine natürliche Person bestimmt werden? Die Radbonus GmbH hat diese Frage entlang aller relevanten Akteure geprüft:
Szenario 1 — Radbonus selbst (Verantwortlicher): Radbonus verfügt über: Radbonus-ID, Startzeiten, Endzeiten, Dauer, Gesamt-km, optional Nickname, Challenge-Teilnahmen. Radbonus verfügt nicht über: Namen, Adressen, E-Mail, Telefonnummern, Standortdaten, IP-Adressen (X-Forwarded-For ist deaktiviert), Geräte-IDs, Zuordnungstabellen. Radbonus kennt weder die Identität der Nutzer noch die internen Strukturen, Mitarbeiter oder Organisationsabläufe der Partnerunternehmen. Es existiert kein Identitätsattribut und keine interne oder externe Zuordnungsquelle. Radbonus kann ein Nutzungsprofil intern wiedererkennen (Linkability), aber keine natürliche Person bestimmen. Bewertung: Keine Identifizierbarkeit aus Sicht des Verantwortlichen. Dies ist juristisch stark, weil der EuGH explizit auf die Perspektive des jeweiligen Verantwortlichen abstellt (C-413/23 P).
Szenario 2 — Externer Datenabfluss (Leak-Szenario): Bei einem hypothetischen Abfluss der Ranking-Darstellung wären ausschließlich betroffen: Anzeige-Kennungen (gekürzte ID-Fragmente oder validierte Nicknames) und aggregierte Gesamt-Kilometer. Ein externer Dritter, der diese Daten erhält, verfügt über: keinen Firmenkontext, keine internen Mitarbeiterkenntnisse, keine Fahrgewohnheiten, keine Zuordnungstabelle. Er sieht beispielsweise: „Meerkatze — 1.800 km im Mai". Er kann: nichts verifizieren, keine reale Person bestimmen, keine zusätzliche Datenquelle sinnvoll kombinieren. Mangels Identitäts- und Verknüpfungsdaten ist eine Zuordnung zu natürlichen Personen für externe Dritte nicht möglich; das Risiko für Rechte und Freiheiten natürlicher Personen ist entsprechend gering. Bewertung: Für die Außenwelt nicht identifizierbar. Eine Bewertung nach Art. 33/34 DSGVO erfolgt dennoch vorsorglich, soweit Device-Tokens (Push) betroffen sein könnten (siehe Abschnitt „Maßnahmen bei Sicherheitsvorfällen").
Szenario 3 — Partnerunternehmen (Organisationsebene): Partner erhalten laut Architektur: aggregierte Welt-Kilometer, Teilnehmerzahlen, Challenge-Abschlussraten. Partner erhalten nicht: Kennungen, Einzel-Kilometer, Zeitstempel, Radbonus-IDs, individuelle Aktivitätsmuster. Der Partner verfügt zwar über Kontextwissen zu seinen Mitarbeitern, aber ihm fehlen alle Individualdaten. Er kann nicht sagen: „Dieser Mitarbeiter hat 1.800 km gefahren." Er sieht nur: „Insgesamt 12.400 km in der Welt." Bewertung: Partner kann keine einzelne Person identifizieren, weil ihm Individualdaten fehlen.
Szenario 4 — Andere Nutzer innerhalb der Partner-Welt (Kollegenebene): Andere Nutzer sehen im Ranking: Anzeige-Kennung (Nickname oder gekürztes ID-Fragment) und gerundeten Gesamt-Kilometerstand im Wettbewerbszeitraum — jedoch erst ab einer Mindestteilnehmerzahl von 15 aktiven Nutzern in der jeweiligen Partner-Welt. Unterhalb dieser Schwelle werden keine Rankings angezeigt. Sie sehen nicht: Startzeiten, Endzeiten, Dauer, Einzelereignisse, Rohdaten. Individuelle Fahrtzeiten und -daten sind ausschließlich dem jeweiligen Nutzer selbst in seiner App zugänglich und werden in keiner für andere Nutzer, Partner oder Radbonus sichtbaren Form dargestellt.
Typischer Angriffsvektor in der Datenschutzbewertung: „Ein Kollege weiß, dass nur eine Person im Team jeden Morgen um 5:30 Uhr Rad fährt — er sieht die Uhrzeit im Ranking und kann die Person zuordnen.“ Dieser Vektor ist im Radbonus-System architektonisch ausgeschlossen: Das Ranking zeigt ausschließlich eine Anzeige-Kennung und einen aggregierten Gesamt-Kilometerstand im Wettbewerbszeitraum. Startzeiten, Endzeiten, Uhrzeiten, Fahrtdauer, Einzeldistanzen und Aktivitätsmuster werden anderen Nutzern zu keinem Zeitpunkt und in keiner Form angezeigt. Ein Kollege sieht „Meerkatze — 1.800 km im Mai“. Er sieht nicht: „Meerkatze — 12,3 km, 5:32 Uhr, Dauer 38 min“. Die zeitbezogene Verhaltenserkennung, die typischerweise Re-Identifikationsszenarien begründet, scheitert an der Architektur — nicht an einer Bewertungsentscheidung, sondern an der Nicht-Verfügbarkeit der dafür erforderlichen Daten.
Was bleibt, ist die reine Kilometerzahl: Ein Kollege könnte vermuten „Das ist wahrscheinlich Thomas, der fährt viel.“ Aber: Er hat keinen Zugriff auf Rohdaten. Er kann seine Vermutung nicht verifizieren. Er sieht nur eine Anzeige-Kennung und eine einzelne Zahl (Gesamt-km). Nicknames durchlaufen zudem eine KI-gestützte Validierung (lokales LLM), die identifizierende Inhalte erkennt und ablehnt — der Nickname selbst liefert daher keine belastbare Identifikationsgrundlage. Das bleibt eine soziale Vermutung auf Basis einer einzigen, nicht unterscheidungskräftigen Kennzahl.
Bewertung: Identifizierbarkeit im Sinne des ErwG 26 verlangt mehr als eine spekulative Annahme. Es braucht eine realistische, belastbare Zuordnungsmöglichkeit auf Basis nach allgemeinem Ermessen wahrscheinlich genutzter Mittel. Wenn die für eine Verhaltenszuordnung typischerweise erforderlichen Daten (Zeiten, Muster, Einzelereignisse) architektonisch nicht verfügbar sind und die einzige sichtbare Information eine aggregierte Kilometerzahl ist, fehlt die Grundlage für eine Identifizierung — es bleibt bei Vermutung, nicht bei Identifikation.
Szenario 5 — Kombination mehrerer Datenquellen: Eine Re-Identifikation durch Kombination externer Datenquellen (Fitnessapps, Arbeitszeiterfassungen, Social Media) würde erfordern: einen gemeinsamen Identifier (E-Mail, Geräte-ID, IP-Adresse, Standort). Keiner dieser Verknüpfungspunkte existiert in den Radbonus-Daten. Die Radbonus-ID ist zufallsgeneriert und hat keinen Bezug zu Geräten, Konten oder Personen. IP-Adressen sind auf den Backend-Servern nicht verfügbar (X-Forwarded-For ist deaktiviert). Standortdaten werden nie serverseitig gespeichert. Ohne gemeinsamen Schlüssel scheitert jede systematische Verknüpfung. Die serverseitig gespeicherten Daten (Distanzen, Zeitstempel, Fahrradtyp) bilden kein ausreichend spezifisches Profil für eine Re-Identifikation: Eine Distanz beschreibt weder Start- noch Endpunkt, ein Zeitstempel dokumentiert den Meldezeitpunkt — nicht wann oder wo eine Fahrt stattfand. Ohne geographische Verortung fehlt diesen Datenpunkten die Eigenschaft, die Bewegungsdaten identifizierbar macht: der räumliche Kontext. 12,3 km kann jede beliebige Route sein. Bewertung: Es fehlt die „Brücke". Ohne Brücke bleibt jedes Profil isoliert.
Zusammenfassende Risikodifferenzierung:
Die entscheidende Erkenntnis aus der Szenarioanalyse: Es existiert kein Akteur, der gleichzeitig über Kontextwissen, verifizierbare Individualdaten und ein Verknüpfungsmerkmal verfügt.
- Radbonus: Hat Individualdaten — hat kein Kontextwissen — hat kein Verknüpfungsmerkmal → nicht identifizierbar.
- Externer Dritter (Leak): Hat Anzeige-Kennung + Gesamt-km — hat kein Kontextwissen — hat kein Verknüpfungsmerkmal → nicht identifizierbar.
- Partner: Hat Kontextwissen — hat keine Individualdaten — hat kein Verknüpfungsmerkmal → nicht identifizierbar.
- Kollege in kleiner Partner-Welt: Hat Kontextwissen — sieht Gesamt-km (teilweise) — hat kein Verknüpfungsmerkmal → allenfalls spekulativ, nicht verifizierbar.
- Dritte (Apple, Google, Firebase): Die Radbonus-ID wird zu keinem Zeitpunkt an Google oder sonstige Dritte übermittelt. Google verfügt als Betreiber der FCM-Infrastruktur über keinerlei Bezug zur Radbonus-ID oder zu den über diese ID verknüpften Nutzungsdaten. Eine Korrelation von FCM-Tokens mit Google-Konten zum Zweck der Identifikation von Radbonus-Nutzern ist vertraglich untersagt (Firebase Data Processing and Security Terms, Art. 28 DSGVO), datenschutzrechtlich nicht gedeckt und stellt kein nach allgemeinem Ermessen wahrscheinlich genutztes Mittel dar (vgl. EuGH C-413/23 P, Rn. 82). Gleiches gilt für Apple als APNs-Betreiber auf iOS-Geräten.
Die zentrale Schutzbarriere besteht darin, dass kein Akteur sowohl über Kontextwissen als auch über verifizierbare Individual-Rohdaten verfügt. Eine Identifizierung einer natürlichen Person würde voraussetzen, dass ein Akteur gleichzeitig Zugriff auf individualisierte Nutzungsdaten und auf identitätsbezogenes Kontextwissen hat und diese Informationen verknüpfen kann. Eine solche Konstellation besteht im Radbonus-System nicht.
Radbonus verarbeitet Nutzungsdaten ohne Identitätsbezug; sichtbar für Dritte ist ausschließlich eine nicht identitätsbezogene Anzeige-Kennung mit aggregierten Kilometerständen. Start-/Endzeiten und Dauer sind ausschließlich dem jeweiligen Nutzer selbst zugänglich. Partner erhalten keine Individualdaten.
Vorsorgliche Einhaltung der DSGVO-Standards
Die vorstehende Analyse ergibt, dass die verarbeiteten Nutzungsdaten als anonyme Daten im Sinne des ErwG 26 DSGVO einzustufen sind. Unabhängig von dieser Einordnung hat sich die Radbonus GmbH dazu entschieden, die wesentlichen Standards und Prinzipien der DSGVO vorsorglich einzuhalten. Dies umfasst insbesondere:
- Die Gewährung von Auskunfts-, Berichtigungs- und Löschungsrechten gegenüber Nutzern (siehe Abschnitt „Rechte der Nutzer")
- Die Einhaltung der Grundsätze der Datensparsamkeit und Zweckbindung
- Die Implementierung technischer und organisatorischer Sicherheitsmaßnahmen gemäß dem Stand der Technik
- Die Benennung eines Datenschutzbeauftragten
- Die regelmäßige Überprüfung und Dokumentation der Datenverarbeitungsprozesse
- Die vorsorgliche Führung eines Verzeichnisses von Verarbeitungstätigkeiten
Diese vorsorgliche Selbstverpflichtung stellt sicher, dass der Schutz der Nutzerdaten unabhängig von der rechtlichen Einordnung auf dem dokumentierten Niveau gewährleistet ist.
Datenschutz-Folgenabschätzung (DSFA) — Schwellwertprüfung
Die Radbonus GmbH hat geprüft, ob eine Datenschutz-Folgenabschätzung gemäß Art. 35 DSGVO erforderlich ist. Eine DSFA ist vorgeschrieben, wenn eine Verarbeitung voraussichtlich ein hohes Risiko für die Rechte und Freiheiten natürlicher Personen zur Folge hat, insbesondere bei systematischer Überwachung, Profiling oder umfangreicher Verarbeitung besonderer Datenkategorien.
Ergebnis der Schwellwertprüfung: Eine DSFA ist nicht erforderlich. Dies ergibt sich aus folgenden Gründen:
- Keine personenbezogenen Daten: Die verarbeiteten Nutzungsdaten sind nach der hier dargelegten Analyse als anonym einzustufen. Die DSGVO und damit Art. 35 finden auf anonyme Daten keine Anwendung (ErwG 26).
- Keine systematische Überwachung: Standortdaten werden ausschließlich lokal auf dem Endgerät verarbeitet und nie serverseitig gespeichert. Es findet keine Verhaltensüberwachung statt.
- Kein Profiling: Die serverseitig gespeicherten Daten (Distanzen, Zeitstempel, Challenge-Teilnahmen) werden nicht zu Profiling-Zwecken ausgewertet. Es erfolgt keine automatisierte Entscheidungsfindung mit rechtlicher oder vergleichbarer Wirkung.
- Keine besonderen Datenkategorien: Gesundheitsdaten, biometrische Daten oder sonstige Daten nach Art. 9 DSGVO werden nicht erhoben.
- FCM-Tokens als Sonderfall: Die vorsorglich als potenziell personenbeziehbar behandelten Device-Tokens dienen ausschließlich der Zustellung generischer Notifications. Umfang, Art und Zweck dieser Verarbeitung begründen kein hohes Risiko.
Hilfserwägung: Datenschutz-Folgenabschätzung (DSFA-Light) bei unterstelltem Personenbezug
Selbst unter der konservativsten Annahme, dass sämtliche Nutzungsdaten als personenbezogen einzustufen wären, hat die Radbonus GmbH eine vereinfachte Folgenabschätzung durchgeführt. Das Ergebnis bestätigt: Auch bei unterstelltem Personenbezug besteht kein hohes Risiko für die Rechte und Freiheiten natürlicher Personen.
| Risiko |
Eintrittswahrscheinlichkeit |
Schwere |
Gegenmaßnahme |
Restrisiko |
| Re-Identifikation durch Radbonus (Verantwortlicher) |
Sehr gering — keine Identitätsdaten, keine Zuordnungstabelle, kein Kontextwissen |
Gering — Daten ohne sensiblen Charakter |
Architektonische Trennung: Radbonus kennt weder Identität noch Unternehmensstruktur der Nutzer |
Vernachlässigbar |
| Re-Identifikation durch Partner |
Sehr gering — Partner erhalten ausschließlich aggregierte Statistiken |
Gering — keine Individualdaten verfügbar |
Doppelte Schutzbarriere: Partner hat Kontextwissen, aber keine Individualdaten |
Vernachlässigbar |
| Inferenz durch Kollegen in kleiner Partner-Welt |
Gering — nur gerundeter Gesamt-km sichtbar, keine Zeiten/Muster |
Gering — Vermutung bleibt spekulativ und nicht verifizierbar |
Mindestteilnehmerzahl (15) für Rankings, km-Rundung, verzögertes Update, LLM-Nickname-Validierung |
Vernachlässigbar |
| Device-Token-Leak (Push) |
Gering — Tokens verschlüsselt und getrennt gespeichert |
Gering — Token ohne Radbonus-ID nicht zuordenbar |
Verschlüsselung, getrennte Speicherung, Invalidierung bei Vorfall, Art. 33/34-Bewertung |
Gering |
| Externer Datenabfluss (Leak der Ranking-Daten) |
Gering — Bare-Metal-Server, ISO 27001, kein Cloud-Hosting |
Sehr gering — nur Anzeige-Kennungen + gerundete Gesamt-km |
PenTests (vierteljährlich), Zugriffskontrollen, Verschlüsselung, kein Identitätsattribut in den Daten |
Vernachlässigbar |
| Kombination mit externen Datenquellen |
Sehr gering — kein gemeinsamer Identifier (keine E-Mail, keine Geräte-ID, keine IP, kein GPS) |
Gering — ohne Verknüpfungspunkt keine systematische Kombination möglich |
Keine Drittanbieter-APIs, kein Tracking, keine Account-Daten, keine Standortdaten serverseitig |
Vernachlässigbar |
Ergebnis der DSFA-Light: Kein identifiziertes Risiko erreicht die Schwelle „hohes Risiko" im Sinne des Art. 35 DSGVO. Die implementierten technischen und organisatorischen Maßnahmen reduzieren sämtliche Restrisiken auf ein vernachlässigbares Niveau. Eine vollständige DSFA nach Art. 35 ist daher auch bei unterstelltem Personenbezug nicht erforderlich. Diese vereinfachte Folgenabschätzung wird als dokumentierter Nachweis der Risikobewertung geführt.
Ungeachtet dieser Einschätzung werden die in diesem Konzept dokumentierten Schutzmaßnahmen — insbesondere Privacy by Design, Datenminimierung und die vorsorgliche DSGVO-Compliance — als Risikominimierung beibehalten.
Speicherfristen und Datenlebenszyklus
Da die Radbonus-App Nutzungsdaten ohne Identitätsbezug verarbeitet (mit Ausnahme der vorsorglich als potenziell personenbeziehbar behandelten Device-Tokens), unterliegen die gespeicherten Daten keiner datenschutzrechtlichen Löschpflicht. Anonyme Daten fallen nicht in den Anwendungsbereich der DSGVO und sind von den Grundsätzen der Speicherbegrenzung (Art. 5 Abs. 1 lit. e DSGVO) nicht erfasst.
Gleichwohl verfolgt die Radbonus GmbH eine klare Datenhaltungsstrategie:
- Nutzungsdaten (Distanzen, Zeitstempel, Challenge-Teilnahmen, Favoriten): Werden für die Dauer der aktiven Nutzung gespeichert. Radbonus-IDs und zugehörige Datensätze, die seit mehr als 24 Monaten keine Aktivität aufweisen (keine Fahrt, keine Challenge-Teilnahme, keine App-Interaktion), werden automatisch gelöscht. Nach Beendigung einer Partner-Welt werden die Daten für die Ergebnisdokumentation vorgehalten und nach Ablauf der vertraglichen Aufbewahrungspflicht gegenüber dem Partner gelöscht.
- Device-Tokens: Werden unverzüglich gelöscht, sobald der Nutzer Push-Notifications deaktiviert oder seine Einwilligung widerruft. Inaktive Tokens werden regelmäßig automatisch bereinigt (siehe Abschnitt „Device-Tokens").
- Nicknames und optionale Angaben: Werden bei Deaktivierung des Nutzungsprofils sofort gelöscht.
- Backups: Verschlüsselte Backups werden in regelmäßigen Zyklen erstellt. Die Backup-Retention beträgt 6 Monate; ältere Backups werden automatisch überschrieben. Da Backups keine identitätsbezogenen Daten enthalten, entsteht auch bei einer rollierenden Backup-Retention kein datenschutzrechtliches Risiko.
Übersicht Speicherfristen:
| Datenkategorie |
Speicherort |
Zweck |
Standard-Retention |
Lösch-Trigger |
| Radbonus-ID + Nutzungsdaten (Distanzen, Zeitstempel, Challenge-Teilnahmen, Favoriten, Fahrradtyp) |
Radbonus Bare-Metal-Server (Frankfurt) |
Serviceerbringung, Challenge-Durchführung |
Dauer der aktiven Nutzung |
24 Monate Inaktivität; Deaktivierung durch Nutzer; Ende der Partner-Welt + vertragliche Aufbewahrungsfrist |
| Nickname |
Radbonus Bare-Metal-Server (Frankfurt) |
Anzeige-Kennung im Ranking |
Dauer der aktiven Nutzung |
Deaktivierung des Nutzungsprofils; Änderung/Entfernung durch Nutzer |
| Device-Token (Push) |
Radbonus Bare-Metal-Server (Frankfurt), verschlüsselt + getrennt |
Push-Notification-Zustellung |
Solange Einwilligung aktiv |
Widerruf der Einwilligung; Deaktivierung in App/OS; Inaktivitätsbereinigung |
| App-/OS-Version |
Radbonus Bare-Metal-Server (Frankfurt) |
Fehlerbehebung, Kompatibilität |
Dauer der aktiven Nutzung |
24 Monate Inaktivität |
| Backups (verschlüsselt) |
Radbonus Bare-Metal-Server (Frankfurt) |
Disaster Recovery |
6 Monate rollierend |
Automatische Überschreibung nach 6 Monaten |
Die Tatsache, dass für anonyme Daten keine gesetzlich definierten Speicherfristen gelten, stellt keinen Mangel dar, sondern ist die logische Konsequenz der Anonymisierung: Wo kein Personenbezug besteht, besteht auch keine Löschpflicht. Die vorsorgliche Datenhaltungsstrategie der Radbonus GmbH geht über das gesetzlich Erforderliche hinaus und stellt sicher, dass auch anonyme Daten nicht unnötig lange vorgehalten werden.
Unterauftragsverarbeitung (Subprocessor)
Die Radbonus-App wird vollständig auf eigener Infrastruktur betrieben. Die Datenverarbeitung erfolgt auf von der Radbonus GmbH selbst betriebenen Bare-Metal-Servern in Deutschland. Es werden keine Cloud-Dienste, keine externen Datenbanken und keine Drittanbieter-APIs für die Verarbeitung von Nutzungsdaten eingesetzt.
Die folgenden externen Dienste kommen im Zusammenhang mit dem Betrieb der Radbonus-App zum Einsatz:
- Hetzner Online GmbH (Infrastruktur): Rechenzentrumsbetreiber und Anbieter des Load-Balancer-Service. Hetzner stellt die physische Serverinfrastruktur und den vorgelagerten Load-Balancing-Dienst bereit. Die Bare-Metal-Server werden von Radbonus selbst administriert; Hetzner hat keinen Zugriff auf Anwendungsdaten. Für den Load-Balancer-Service, über den Nutzeranfragen geroutet werden, besteht ein Auftragsverarbeitungsvertrag gemäß Art. 28 DSGVO. Hetzner betreibt Rechenzentren in Deutschland und Finnland; die von Radbonus genutzten Server befinden sich ausschließlich am Standort Frankfurt am Main. Ein Drittlandtransfer findet nicht statt.
- Firebase Cloud Messaging / Google (Push-Notifications): Google agiert als Auftragsverarbeiter gemäß Art. 28 DSGVO auf Grundlage der Firebase Data Processing and Security Terms. FCM wird ausschließlich für den optionalen Versand generischer Push-Notifications eingesetzt. Die datenschutzrechtliche Einordnung, Rechtsgrundlage, Transfermechanismen und Speicherdauer der dabei verarbeiteten Device-Tokens sind im Abschnitt „Device-Tokens (Push-Notifications)" detailliert dokumentiert.
- Apple Push Notification Service / APNs (iOS-Zustellung): Auf iOS-Geräten leitet Firebase Cloud Messaging die Zustellung von Push-Notifications intern über den Apple Push Notification Service (APNs) weiter. Apple verarbeitet dabei das gerätespezifische APNs-Token als technische Zustellungskennung. Apple agiert in dieser Funktion als Unter-Auftragsverarbeiter von Google im Rahmen der FCM-Infrastruktur. Es gelten die Apple Media Services Terms of Service sowie die Apple-Datenschutzrichtlinie. Die Radbonus-ID, Nutzungsdaten oder sonstige Radbonus-spezifische Informationen werden zu keinem Zeitpunkt an Apple übermittelt. Die Push-Payloads enthalten ausschließlich generische Benachrichtigungen ohne Personenbezug (siehe Abschnitt „Device-Tokens").
Darüber hinaus bestehen keine Unterauftragsverarbeitungsverhältnisse. Insbesondere werden keine Analyse-, Tracking-, Werbe- oder Marketingdienste Dritter eingesetzt.
Maßnahmen zur Sicherstellung der Anonymität
Die Radbonus GmbH setzt folgende technische und organisatorische Maßnahmen ein, um die Anonymität der verarbeiteten Daten dauerhaft sicherzustellen:
- Zufallsgenerierte Radbonus-ID ohne Personenbezug: Die Radbonus-ID wird mittels Zufallsgenerator erzeugt und hat keinen Bezug zum Gerät, zur Telefonnummer, zu Hardware-Kennungen oder zu sonstigen identifizierenden Merkmalen des Nutzers. Es existiert keine Zuordnungstabelle.
- Anonyme Datensätze ohne Identitätsbrücke: Sämtliche über die Radbonus-ID verknüpften Datensätze enthalten keine personenbezogenen Informationen. Die Kombination aus ID und Nutzungsdaten (Distanzen, Zeitstempel, Challenge-Teilnahmen) ergibt kein personenbezogenes Profil, da kein Identitätsattribut und kein Verknüpfungsmerkmal zu einer natürlichen Person existiert.
- Keine Speicherung von Standortdaten: Geokoordinaten werden ausschließlich lokal auf dem Endgerät verarbeitet und nach der Distanzberechnung sofort gelöscht. Es erfolgt keine serverseitige Speicherung von Standortdaten.
- Nickname-Validierung durch lokales LLM: Vor der Speicherung eines Nicknames wird eine zweistufige automatisierte Prüfung durchgeführt: regelbasierte Mustererkennung (E-Mail-Adressen, Telefonnummern, Geburtsjahre, URLs) sowie eine KI-gestützte semantische Analyse durch ein lokal auf der Radbonus-Infrastruktur betriebenes Sprachmodell, das Klarnamen, Abteilungsbezeichnungen, Rollenbezeichnungen, Initialen-Kombinationen und subtile Identifizierungsmuster erkennt (z.B. „HR Kathi", „Vertrieb Peter", „TK1990"). Die Eingabe erfordert eine aktive Bestätigung des Nutzers, dass der Nickname keine personenbezogenen Daten enthält. Das Sprachmodell läuft lokal; es werden keine Nickname-Eingaben an externe Dienste übermittelt (Details im Abschnitt „Datenerhebung").
- Keine Erhebung personenbezogener Daten bei der Gewinnabwicklung: Die Gewinnabwicklung erfolgt ohne Angabe personenbezogener Daten durch den Nutzer gegenüber Radbonus.
- Architektonische IP-Nichtverarbeitung: Die Radbonus-Anwendungsserver befinden sich hinter dem Load-Balancer-Service der Hetzner Online GmbH (Standort Frankfurt am Main). Der Load-Balancer verarbeitet IP-Adressen zwangsläufig auf Netzwerkebene (TCP/IP-Kommunikation). Die Weiterleitung der Client-IP via
X-Forwarded-For ist deaktiviert — die Backend-Server erhalten die IP-Adresse des Nutzers weder als Verbindungsinformation noch in HTTP-Headern. Mit Hetzner besteht ein Auftragsverarbeitungsvertrag gemäß Art. 28 DSGVO. Der Transportweg vom Endgerät zum Rechenzentrum liegt in der Verantwortlichkeit der jeweiligen Telekommunikationsanbieter. Eine Verknüpfung von IP-Adressen mit Radbonus-IDs ist weder auf Netzwerkebene (Hetzner hat keinen Bezug zu Radbonus-IDs) noch auf Anwendungsebene (IPs sind nicht verfügbar) möglich.
- Operationale Kleinwelt-Controls: Öffentliche Ranglisten werden erst ab einer Mindestteilnehmerzahl von 15 aktiven Nutzern angezeigt. Kilometer werden in der Ranking-Darstellung auf volle Werte gerundet. Das Ranking wird in definierten Intervallen aktualisiert, nicht in Echtzeit. Diese Maßnahmen eliminieren den Angriffsvektor „kleine Gruppe + Kontextwissen" architektonisch (Details im Abschnitt „Operationale Kleinwelt-Controls").
- Regelmäßige Anonymitätsbewertung: Die Radbonus GmbH überprüft regelmäßig, ob die verarbeiteten Daten unter Berücksichtigung aktueller technologischer Entwicklungen und Rechtsprechung weiterhin als anonym einzustufen sind.
Rechtsgrundlagen der Datenverarbeitung
Obwohl die Kerndaten im Radbonus-System nach der hier dargelegten Analyse als anonym einzustufen sind und die DSGVO daher keine Anwendung findet, ordnet Radbonus die Verarbeitungstätigkeiten vorsorglich den folgenden Rechtsgrundlagen zu:
Vertragserfüllung / Serviceerbringung (Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO analog): Die folgenden Datenverarbeitungen sind funktional erforderlich, um den Radbonus-Service im Rahmen der jeweiligen Partner-Welt bereitzustellen:
- Erfassung von Distanzen und Zeitstempeln zur Challenge-Teilnahme
- Zugehörigkeit zu einem Team bei Team-Aktivitäten
- Speichern von Herausforderungen als Favorit
- Angabe eines Fahrradtyps zur Teilnahme an fahrradtypspezifischen Challenges
Diese Verarbeitungen erfordern keine gesonderte Einwilligung, da sie unmittelbar der Funktionserbringung dienen.
Einwilligung (Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO): Für Verarbeitungen, die über die Kernfunktionalität hinausgehen und potenziell personenbeziehbare Daten betreffen, wird eine ausdrückliche Einwilligung eingeholt:
- Push-Notifications via Firebase Cloud Messaging (Einwilligung über das Betriebssystem-Berechtigungsdialog)
- Freiwillige Angabe eines Nicknames für öffentliche Rankings (erfordert aktive Bestätigung und mehrstufige Validierung)
Diese Einwilligungen können jederzeit widerrufen werden — bei Push-Notifications durch Deaktivierung in den Geräteeinstellungen, bei Nicknames durch Änderung oder Entfernung im Nutzungsprofil.
Einordnung nach §25 TTDSG (Endgerätezugriff)
Die Speicherung der Radbonus-ID auf dem Endgerät des Nutzers ist unbedingt erforderlich im Sinne des §25 Abs. 2 Nr. 2 TTDSG, da ohne diese Kennung die vom Nutzer ausdrücklich gewünschte Zuordnung seiner Nutzungsdaten zu Challenges und Wettbewerben technisch nicht möglich wäre — eine Einwilligung ist hierfür nicht erforderlich. Die Erhebung von Standortdaten zur lokalen Distanzberechnung erfolgt über die systemeigene Standortberechtigung des Betriebssystems (iOS/Android) und wird vom Nutzer aktiv erteilt. Die Speicherung von Device-Tokens für Push-Notifications erfolgt auf Grundlage der ausdrücklichen Einwilligung des Nutzers (§25 Abs. 1 TTDSG i.V.m. Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO).
Informationspflichten — Privacy Notice Mapping (Art. 13/14 DSGVO analog)
Obwohl die Radbonus GmbH die Kerndaten als anonym einstuft und Art. 13/14 DSGVO auf anonyme Daten keine Anwendung finden, stellt die folgende Übersicht vorsorglich die Transparenzinformationen bereit, die bei unterstelltem Personenbezug erforderlich wären:
| Pflichtangabe (Art. 13 DSGVO) |
Umsetzung |
| Verantwortlicher (Abs. 1 lit. a) |
Radbonus GmbH, vertreten durch Marius-Eugen Gerdan und Katharina Gerdan-Dörenhoff |
| Datenschutzbeauftragter (Abs. 1 lit. b) |
Johannes Milczewski, privacy@radbonus.com, +49 221 177 32 99 - 0 |
| Zwecke und Rechtsgrundlagen (Abs. 1 lit. c/d) |
Serviceerbringung (Art. 6 Abs. 1 lit. b analog): Distanzen, Zeitstempel, Challenge-Teilnahmen, Fahrradtyp, Favoriten. Einwilligung (Art. 6 Abs. 1 lit. a): Push-Notifications (Device-Tokens), Nickname |
| Empfänger (Abs. 1 lit. e) |
Hetzner Online GmbH (Infrastruktur/Load-Balancer, AV gem. Art. 28); Google/Firebase (FCM Push, AV gem. Art. 28); Apple (APNs iOS-Zustellung). Partner erhalten ausschließlich aggregierte Statistiken — keine Einzeldaten, keine Kennungen |
| Drittlandtransfer (Abs. 1 lit. f) |
Soweit FCM/APNs Daten außerhalb des EWR verarbeiten: SCCs gem. Art. 46 Abs. 2 lit. c; EU-U.S. Data Privacy Framework gem. Art. 45 (Google); Apple Data Processing Terms |
| Speicherdauer (Abs. 2 lit. a) |
Nutzungsdaten: aktive Nutzung, max. 24 Monate nach letzter Aktivität. Device-Tokens: bis Widerruf/Deaktivierung. Nicknames: bis Entfernung/Deaktivierung. Backups: 6 Monate rollierend. Details siehe Retention-Tabelle |
| Betroffenenrechte (Abs. 2 lit. b/c/d) |
Auskunft, Berichtigung, Deaktivierung (analog Löschung), Widerruf der Einwilligung — vorsorglich gewährt (siehe Abschnitt „Rechte der Nutzer") |
| Beschwerderecht (Abs. 2 lit. d) |
Recht auf Beschwerde bei der zuständigen Datenschutzaufsichtsbehörde: Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit Nordrhein-Westfalen (LDI NRW) |
| Erforderlichkeit der Bereitstellung (Abs. 2 lit. e) |
Distanzen und Zeitstempel sind für die Serviceerbringung erforderlich. Push-Notifications und Nickname sind freiwillig; eine Nichtangabe hat keine Auswirkungen auf die Nutzbarkeit der App |
Datenweitergabe
Die Radbonus-App verfolgt ein striktes Prinzip der Datensouveränität.
Keine Weitergabe von identifizierenden Daten
- Keine Weitergabe an Dritte: Es erfolgt keine Weitergabe von Daten, die eine Identifikation von Nutzern ermöglichen würden. Partner erhalten ausschließlich aggregierte und anonyme Statistiken.
- Keine Speicherung in Clouds: Die Daten werden nicht in Cloud-Diensten gespeichert, um die Kontrolle über die Daten vollständig zu behalten und höchste Sicherheitsstandards zu gewährleisten.
Anzeige-Kennung in Rankings
Für die Darstellung in Rankings wird eine nicht identitätsbezogene Anzeige-Kennung verwendet. Hat der Nutzer einen validierten Nickname vergeben, wird dieser angezeigt; andernfalls wird ein stark gekürztes Fragment der Radbonus-ID (die ersten Zeichen) als Platzhalter dargestellt. Nicknames durchlaufen vor der Speicherung eine zweistufige automatisierte Prüfung einschließlich KI-gestützter semantischer Analyse durch ein lokales Sprachmodell (siehe Abschnitt „Datenerhebung"). Rankings werden erst ab einer Mindestteilnehmerzahl von 15 aktiven Nutzern innerhalb einer Partner-Welt angezeigt; unterhalb dieser Schwelle sehen Nutzer ausschließlich ihre eigenen Daten. Kilometer werden in der Ranking-Darstellung auf volle Kilometerwerte gerundet, und das Ranking wird in definierten Intervallen aktualisiert (nicht in Echtzeit). In beiden Fällen dient die Anzeige-Kennung ausschließlich der visuellen Unterscheidung von Teilnehmern im Ranking und ist nicht geeignet, Dritten einen Zugriff auf Individualdaten zu ermöglichen. Weder Partner noch andere Nutzer erhalten über die Anzeige-Kennung Zugriff auf Start-/Endzeiten, Dauer, Einzelereignisse oder Rohdaten; sichtbar ist ausschließlich ein gerundeter, verzögert aktualisierter Gesamt-Kilometerstand im jeweiligen Wettbewerbszeitraum. Die Anzeige-Kennung ist partnerweltbezogen und kann nicht über verschiedene Partner-Welten hinweg verknüpft werden.
Zugriffsmodell (Wer sieht was)
Die folgende Übersicht dokumentiert, welche Daten den jeweiligen Akteuren zur Verfügung stehen:
- Nutzer (eigene App): Sieht seine eigenen Startzeiten, Endzeiten, Fahrtdauer, Einzelereignisse und Gesamt-Kilometer. Diese individuellen Nutzungsdaten verlassen die Nutzer-App-Ansicht nicht in individualisierter Form.
- Andere Nutzer (Ranking): Sehen — erst ab einer Mindestteilnehmerzahl von 15 aktiven Nutzern — ausschließlich die Anzeige-Kennung (Nickname oder gekürztes ID-Fragment) und den gerundeten Gesamt-Kilometerstand im jeweiligen Wettbewerbszeitraum. Keine Zeiten, keine Einzelereignisse, keine Rohdaten. Unterhalb der Schwelle werden keine Rankings angezeigt.
- Partner: Erhalten ausschließlich aggregierte Statistiken auf Welt- und Challenge-Ebene (Gesamtkilometer, Teilnehmerzahlen, Challenge-Abschlussraten). Keine Kennungen, keine Individualwerte, keine Zeitstempel, keine Einzeldistanzen.
- Radbonus: Verarbeitet die Daten zur Serviceerbringung. Besitzt keine Identitätsdaten und keine Verknüpfungsmerkmale zur Zuordnung zu natürlichen Personen. Radbonus kennt weder die Identität der Nutzer noch die internen Strukturen oder Mitarbeiter der Partnerunternehmen.
Zugriffsmatrix (detaillierte Übersicht):
| Datenkategorie / Zugriffsebene |
Nutzer (eigene App) |
Andere Nutzer (Ranking) |
Partner |
Radbonus (Ops/Admin) |
Hetzner (Infra) |
Google (FCM) |
Apple (APNs) |
| Identitätsdaten (Name, E-Mail, Telefon) |
Nein |
Nein |
Nein |
Nein |
Nein |
Nein |
Nein |
| Radbonus-ID (vollständig) |
Ja |
Nein |
Nein |
Ja |
Nein |
Nein |
Nein |
| Anzeige-Kennung (Nickname/ID-Fragment) |
Ja |
Ja (ab 15 Teilnehmer) |
Optional (nur öffentliche Rankings) |
Ja |
Nein |
Nein |
Nein |
| Gesamt-Kilometer (Wettbewerbszeitraum, gerundet) |
Ja |
Ja (ab 15 Teilnehmer) |
Nur aggregiert |
Ja |
Nein |
Nein |
Nein |
| Einzelereignisse (Fahrten) |
Ja |
Nein |
Nein |
Ja |
Nein |
Nein |
Nein |
| Start-/Endzeitpunkte |
Ja |
Nein |
Nein |
Ja |
Nein |
Nein |
Nein |
| Teamzugehörigkeit |
Optional |
Nein |
Nur aggregiert |
Ja |
Nein |
Nein |
Nein |
| Fahrradtyp |
Optional |
Nein |
Nur aggregiert |
Ja |
Nein |
Nein |
Nein |
| Geokoordinaten / GPS-Routen |
Nein (nur lokal, sofort gelöscht) |
Nein |
Nein |
Nein |
Nein |
Nein |
Nein |
| IP-Adressen (Anwendungsebene) |
Nein |
Nein |
Nein |
Nein |
Nein |
Nein |
Nein |
| IP-Adressen (Netzwerkebene/Load-Balancer) |
Nein |
Nein |
Nein |
Nein |
Ja (Transport) |
Nein |
Nein |
| Device-Token (Push) |
Optional |
Nein |
Nein |
Ja (separat, verschlüsselt) |
Nein |
Ja (Transport) |
Ja (Transport) |
| Datenexport / Rohdaten-Download |
Ja (eigene Daten) |
Nein |
Nein |
Nur intern |
Nein |
Nein |
Nein |
Die Matrix zeigt: Kein externer Akteur verfügt über eine Kombination aus Identitätsattribut und individualisierten Nutzungsdaten. Die Zeilen „Identitätsdaten" und „Geokoordinaten" bestätigen durchgehend „Nein" über alle Akteure — die für eine Re-Identifikation typischerweise erforderlichen Daten existieren im System nicht.
Datenschutzrechtliche Rolle der Partner
Partner (Unternehmen und Organisationen), die eine Partner-Welt bei Radbonus betreiben, richten diese als Firmenwelten für ihre Mitarbeiter bzw. Mitglieder ein. Die Nutzer dieser Partner-Welten sind volljährige Beschäftigte oder Organisationsmitglieder. Partner sind datenschutzrechtlich weder gemeinsam Verantwortliche (Art. 26 DSGVO) noch Auftragsverarbeiter (Art. 28 DSGVO).
Abgrenzung zur gemeinsamen Verantwortlichkeit: Eine gemeinsame Verantwortlichkeit setzt voraus, dass zwei oder mehr Verantwortliche gemeinsam die Zwecke und Mittel der Verarbeitung festlegen (Art. 26 Abs. 1 DSGVO). Partner können ihre Partner-Welt konfigurieren — dies umfasst die visuelle Individualisierung (Farben, Logos), das Design von Challenges sowie Zielvorgaben in Kilometern. Diese Konfigurationsmöglichkeiten betreffen die inhaltliche Ausgestaltung des Dienstes, nicht die Zwecke und Mittel der Datenverarbeitung. Der Zweck der Verarbeitung (Erfassung anonymer Radfahraktivitäten zur Durchführung von Challenges und Wettbewerben) bleibt unabhängig von der konkreten Konfiguration einer Partner-Welt identisch und wird ausschließlich von Radbonus festgelegt. Partner haben weder Einfluss auf die Verarbeitungsarchitektur, die Datenkategorien, die Speicherlogik noch Zugriff auf die zugrunde liegenden Systeme. Die Situation ist vergleichbar mit einem Unternehmen, das eine SaaS-Plattform nutzt und dort Inhalte konfiguriert, ohne dadurch zum Mitverantwortlichen der Plattform-Datenverarbeitung zu werden. Sollte im Einzelfall — etwa aufgrund einer abweichenden aufsichtsbehördlichen Bewertung — eine gemeinsame Verantwortlichkeit angenommen werden, stellt die Radbonus GmbH eine Vereinbarung gemäß Art. 26 DSGVO bereit.
Partner erhalten von Radbonus ausschließlich:
- Aggregierte, anonyme Statistiken über die Nutzung ihrer Partner-Welt (z.B. Gesamtkilometer, Teilnehmerzahlen, Challenge-Abschlussraten)
- Wettbewerbsdarstellungen mit ausschließlich aggregierten Gesamt-Kilometern (keine individuellen Fahrtzeiten, Distanzen pro Fahrt oder Aktivitätsmuster)
- Öffentliche Ranking-Ansichten mit Anzeige-Kennungen (Nickname oder gekürztes ID-Fragment; keine vollständigen Radbonus-IDs, keine individuellen Aktivitätsdaten)
Partner erhalten zu keinem Zeitpunkt:
- Einzelne Radbonus-IDs oder individuelle Nutzungsdatensätze
- Individuelle Fahrtzeiten, Distanzen pro Fahrt oder Zeitstempel einzelner Nutzer
- Leistungsdetails oder Aktivitätsmuster, die Rückschlüsse auf einzelne Personen ermöglichen könnten
- Device-Tokens, IP-Adressen oder sonstige technische Kennungen
- Exportmöglichkeiten für nutzerbezogene Daten
Individuelle Nutzungsdaten (eigene Zeiten, Strecken, Challenge-Fortschritte) sind ausschließlich für den jeweiligen Nutzer selbst in seiner App einsehbar. Diese Daten verlassen die Nutzer-App-Ansicht nicht in individualisierter Form.
Diese strikte Begrenzung auf aggregierte Daten erzeugt eine doppelte Schutzbarriere: Radbonus verfügt über keinerlei Kenntnis der internen Strukturen oder Mitarbeiter des Partners. Der Partner verfügt zwar über Kontextwissen zu seiner Organisation, erhält von Radbonus jedoch keine individualisierten Daten. Keine der beiden Seiten verfügt über die Kombination aus Kontextwissen und Individualdaten, die für eine Re-Identifikation erforderlich wäre.
Sicherstellung des Datenschutzes
Durch diese Maßnahmen stellt die Radbonus GmbH sicher, dass die Daten der Nutzer stets unter Kontrolle und geschützt bleiben. Die ausschließliche Nutzung eigener Server in hochsicheren Rechenzentren unterstreicht das Engagement der Radbonus GmbH für den Datenschutz und die Datensicherheit der Nutzer.
Datenspeicherung und -sicherheit
Die Radbonus-App ist auf die sichere Speicherung und Verarbeitung der Nutzungsdaten ausgelegt. Die App und das Backend verarbeiten Nutzungsdaten ohne Identitätsbezug. Dadurch wird selbst im Falle eines Sicherheitsproblems verhindert, dass identifizierbare personenbezogene Daten freigesetzt werden können, da solche Daten zu keinem Zeitpunkt vorhanden sind.
Speicherorte und -dauer
- Betriebene Server: Die Datenverarbeitung erfolgt auf von der Radbonus GmbH selbst betriebenen Bare Metal Servern. Diese Server stehen in Deutschland und sind in hochsicheren Rechenzentren untergebracht.
- Absicherung der Server: Die Server sind umfassend abgesichert und erfüllen die Anforderungen der ISO/IEC 27001-Zertifizierung des Rechenzentrums.
- Keine Cloud-Speicherung: Es erfolgt keine Speicherung der Daten in Clouds. Alle Daten werden lokal auf den genannten Servern in Deutschland gespeichert und verarbeitet.
- Speicherdauer: Die Daten werden nur so lange gespeichert, wie es für die Erfüllung der jeweiligen Zwecke erforderlich ist. Nach Erreichung dieser Zwecke werden die Daten gelöscht.
Technische und organisatorische Sicherheitsmaßnahmen
- Verschlüsselung: Alle Datenübertragungen zwischen der Radbonus-App und den Servern erfolgen über verschlüsselte Verbindungen (SSL/TLS), um die Vertraulichkeit und Integrität der Daten zu gewährleisten.
- Zugangskontrollen: Der Zugriff auf die Server und Datenbanken ist strikt geregelt und nur autorisierten Personen gestattet. Es werden Multi-Faktor-Authentifizierung und strenge Passwort-Richtlinien verwendet.
- Datensicherung: Regelmäßige Backups der Daten sorgen dafür, dass im Falle eines Datenverlustes die Daten wiederhergestellt werden können. Die Backups werden ebenfalls verschlüsselt gespeichert.
- Überwachung und Protokollierung: Die Server und Datenbanken werden kontinuierlich auf Anwendungsebene überwacht. Protokolliert werden ausschließlich anwendungsbezogene Ereignisse: Datenbankzugriffe (Lese-/Schreiboperationen auf Datenbankebene), Authentifizierungsversuche am Administrationszugang (erfolgreiche und fehlgeschlagene Logins), Systemressourcen-Metriken (CPU, RAM, Speicher) sowie Anwendungsfehler und Exceptions. Diese Protokolle werden für einen Zeitraum von 90 Tagen vorgehalten und anschließend automatisch gelöscht. Der Zugriff auf Protokolldaten ist auf Administratoren mit MFA-gesichertem Zugang beschränkt und erfolgt ausschließlich zum Zweck der Fehlerbehebung und Sicherheitsüberwachung. Die Protokolle enthalten keine IP-Adressen von App-Nutzern — die Weiterleitung der Client-IP via
X-Forwarded-For ist auf den Load-Balancern deaktiviert, und die IP-Adresse ist auf den Backend-Servern nicht verfügbar (siehe Abschnitt „Nicht gespeicherte Daten"). Die Abwehr netzwerkbasierter Angriffe (DDoS, Brute-Force auf IP-Ebene) obliegt der Hetzner Online GmbH im Rahmen ihrer Infrastrukturleistungen und erfolgt auf Netzwerkebene außerhalb der Radbonus-Systeme.
- Firewall und Schutzmaßnahmen: Die Server sind durch Firewalls und andere Schutzmechanismen gegen unbefugte Zugriffe von außen abgesichert. Regelmäßige Sicherheitsupdates und Patches werden eingespielt, um die Systeme auf dem neuesten Stand zu halten.
- Schlüsselmanagement: Kryptografische Schlüssel (TLS-Zertifikate, Backup-Verschlüsselung, Device-Token-Verschlüsselung) werden ausschließlich von intern qualifizierten Mitarbeitern verwaltet. Private Schlüssel werden auf den Bare-Metal-Servern in geschützten Dateisystemen mit restriktiven Zugriffsrechten gespeichert. Die Rotation von Schlüsseln erfolgt gemäß einem definierten Schlüsselrotationsplan. Es besteht kein Zugriff externer Dienstleister auf kryptografisches Schlüsselmaterial.
- Rollen- und Rechtekonzept: Der Zugriff auf Produktivsysteme erfolgt auf Basis des Least-Privilege-Prinzips. Administrativer Zugang ist auf eine definierte Anzahl qualifizierter Mitarbeiter beschränkt und erfordert Multi-Faktor-Authentifizierung. Zugriffsberechtigungen werden regelmäßig überprüft und bei Änderung der Zuständigkeiten unverzüglich angepasst.
- Penetrationstests: Externe Penetrationstests werden vierteljährlich (alle 3 Monate) durchgeführt, um Schwachstellen in der Infrastruktur und den Anwendungen systematisch zu identifizieren. Die Ergebnisse werden dokumentiert und identifizierte Schwachstellen nach Kritikalität priorisiert behoben.
- Secure Software Development Lifecycle (Secure SDLC): Die Softwareentwicklung folgt einem sicheren Entwicklungsprozess, der Code-Reviews, automatisierte Sicherheitstests (SAST/DAST) und eine Freigabeprozedur vor jedem Produktiv-Deployment umfasst. Sicherheitsanforderungen werden bereits in der Entwurfsphase berücksichtigt.
- Business Continuity / Backup-Strategie: Verschlüsselte Backups werden täglich erstellt und für eine Dauer von 6 Monaten rollierend vorgehalten. Die Recovery Time Objective (RTO) beträgt 4 Stunden; die Recovery Point Objective (RPO) beträgt 24 Stunden. Wiederherstellungsprozesse werden regelmäßig getestet.
Minimierung der Datenerhebung
- Datensparsamkeit: Die Radbonus-App erhebt nur die Daten, die für die Erfüllung der jeweiligen Zwecke unbedingt erforderlich sind. Nicht benötigte Daten werden nicht erfasst.
- Anonyme Nutzung: Die App ermöglicht eine anonyme Nutzung im Sinne des ErwG 26 DSGVO. Es werden keine identifizierbaren personenbezogenen Daten wie Name, Anschrift, E-Mail oder Telefonnummer erhoben oder gespeichert. Die technische Zuordnung erfolgt ausschließlich über die mittels Zufallsgenerator erzeugte Radbonus-ID, die keinen Bezug zur Person aufweist und für die keine Zuordnungsmöglichkeit besteht.
Nutzungsdaten ohne Identitätsbezug
Radbonus verarbeitet Nutzungsdaten ohne Identitätsbezug und ohne Kenntnis der Identität der Nutzer. Die Radbonus-ID als technischer Schlüssel verweist ausschließlich auf Datensätze, die selbst keine personenbezogenen Informationen enthalten. Es werden keine personenbezogenen Daten erhoben oder gespeichert (z.B. Name, Anschrift, E-Mail, Telefonnummer). IP-Adressen sind auf Anwendungsebene nicht verfügbar — die Weiterleitung via X-Forwarded-For ist auf den Load-Balancern deaktiviert. Geo-Koordinaten werden ausschließlich lokal auf dem Endgerät verarbeitet und nie serverseitig gespeichert. Selbst im Falle eines Sicherheitsproblems können daher keine personenbezogenen Daten freigesetzt werden, da solche Daten zu keinem Zeitpunkt auf den Radbonus-Systemen vorhanden sind (mit Ausnahme der verschlüsselt gespeicherten Device-Tokens, für die ein gesondertes Incident-Handling gilt — siehe Abschnitt „Maßnahmen bei Sicherheitsvorfällen").
Maßnahmen bei Sicherheitsvorfällen
- Notfallplan: Die Radbonus GmbH hat einen Notfallplan für den Fall von Sicherheitsvorfällen implementiert. Dieser Plan umfasst Maßnahmen zur Eindämmung des Schadens und zur Wiederherstellung der Systemintegrität.
- Nutzungsdaten ohne Identitätsbezug: Da die Kerndaten (Distanzen, Zeitstempel, Challenge-Teilnahmen) keine identitätsbezogenen Informationen enthalten, besteht bei einer Kompromittierung dieser Daten kein Risiko für die Rechte und Freiheiten natürlicher Personen im Sinne der DSGVO. Eine Meldepflicht nach Art. 33 DSGVO entfällt für nicht identifizierbare Daten.
- Device-Tokens (Sonderfall): Device-Tokens werden vorsorglich als potenziell personenbeziehbar behandelt und auf den Radbonus-Servern verschlüsselt gespeichert. Selbst bei einem Sicherheitsvorfall wären die Tokens ohne den zugehörigen Entschlüsselungsschlüssel nicht lesbar. Sollte dennoch eine Kompromittierung von Device-Tokens nicht ausgeschlossen werden können, erfolgt eine Bewertung nach Art. 33 DSGVO (Meldung an die Aufsichtsbehörde) und Art. 34 DSGVO (Benachrichtigung der Betroffenen). Als technische Sofortmaßnahme werden betroffene Tokens invalidiert und neu generiert, sodass kompromittierte Tokens keine Zustellung von Notifications mehr ermöglichen.
- Transparenz: Im Falle eines Sicherheitsvorfalls informiert die Radbonus GmbH transparent über den Vorfall, seinen Umfang und die ergriffenen Gegenmaßnahmen.
Rechte der Nutzer
Obwohl die Radbonus-App Nutzungsdaten ohne Identitätsbezug verarbeitet und die Vorschriften der DSGVO zu Betroffenenrechten auf anonyme Daten keine Anwendung finden, bietet die Radbonus GmbH den Nutzern vorsorglich folgende Möglichkeiten:
Authentifizierung und Zugriffskontrolle bei Rechteausübung
Da Radbonus keine Identitätsdaten speichert, erfolgt die Authentifizierung bei Auskunfts- und Deaktivierungsanfragen ausschließlich über den Besitz der Radbonus-ID auf dem Endgerät. Die Radbonus-ID wird ausschließlich lokal in der App gespeichert und ist von außen nicht einsehbar. Ein Erraten fremder IDs ist aufgrund des Zufallsgenerators und der Schlüssellänge praktisch ausgeschlossen. Der Abruf eigener Nutzungsdaten erfolgt ausschließlich über die App selbst — es existiert keine externe API oder Weboberfläche, über die mit einer Radbonus-ID auf Profildaten zugegriffen werden könnte. Bei Anfragen per E-Mail an den Datenschutzbeauftragten wird der Nutzer aufgefordert, seine Radbonus-ID aus der App heraus mitzuteilen; eine Identitätsprüfung entfällt, da die Kennung selbst keinen Personenbezug hat.
Auskunft über gespeicherte Daten
Nutzer können Auskunft darüber erhalten, welche anonymen Daten in Bezug auf ihre Radbonus-ID gespeichert sind. Diese Informationen umfassen unter anderem:
- Gefahrene Distanzen mit Start- und End-Zeitpunkt
- Zugehörigkeit zu Herausforderungen, Wettkämpfen und Missionen
- Gewinne
- Optional: Nickname, Favoriten, Radtyp und Teamzugehörigkeit
Berichtigung von Daten
Sollten Nutzer feststellen, dass die gespeicherten Daten falsch oder unvollständig sind, können sie eine Berichtigung veranlassen. Dies betrifft hauptsächlich optionale Angaben wie Nickname oder Teamzugehörigkeit.
Deaktivierung des Nutzungsprofils
Auf Antrag des Nutzers wird das Nutzungsprofil (Radbonus-ID und zugehörige Datensätze) deaktiviert. Da Radbonus Nutzungsdaten ohne Identitätsbezug verarbeitet, werden bei einer Deaktivierung folgende Maßnahmen ergriffen:
- Device-Tokens für Push-Notifications werden gelöscht.
- Optionale Angaben wie Nickname und Favoriten werden gelöscht.
- Es erfolgt keine weitere profilbezogene Verarbeitung der Nutzungsdaten.
- Die vom Nutzer zu Missionen und Wettbewerben beigetragenen Leistungsdaten bleiben in aggregierter Form erhalten, um die öffentlichen Ergebnisse von Gruppen-Challenges nicht nachträglich zu verfälschen.
Deaktivierung von Push-Notifications
Nutzer können jederzeit die Verwendung von Device-Tokens für Push-Notifications deaktivieren. Dies kann in den Einstellungen der App erfolgen. Bei Deaktivierung werden die Device-Tokens gelöscht.
Kontakt
Nutzer können sich bei Fragen oder Anliegen an den Datenschutzbeauftragten wenden (Kontaktdaten siehe Abschnitt „Datenschutzbeauftragter").
Einwilligungs- und Opt-Out-Mechanismen
Die Radbonus-App bietet den Nutzern klare und transparente Mechanismen zur Einwilligung und zum Opt-Out, um ihre Präferenzen zu verwalten.
Einwilligung
Einwilligung zur Datenverarbeitung
Die Nutzung optionaler Funktionen erfolgt auf freiwilliger Basis. Dies betrifft insbesondere:
- Die freiwillige Angabe eines Nicknames und Radtyps
- Die Zugehörigkeit zu einem Team bei Team-Aktivitäten
- Das Speichern von Herausforderungen als Favorit
Die Einwilligung wird durch die aktive Nutzung der entsprechenden Funktionen in der App gegeben und kann jederzeit widerrufen werden.
Einwilligung für Push-Notifications
Nutzer können der Verwendung von Device-Tokens für den Versand von Push-Notifications zustimmen. Diese Benachrichtigungen informieren über neue Herausforderungen, Belohnungen und andere relevante Ereignisse. Die Einwilligung erfolgt bei der ersten Nutzung der App oder durch die entsprechenden Einstellungen in der App.
Opt-Out-Mechanismen
Opt-Out von Push-Notifications
Nutzer können jederzeit die Verwendung von Device-Tokens für Push-Notifications deaktivieren. Dies kann in den Einstellungen der App erfolgen. Bei Deaktivierung werden die Device-Tokens gelöscht, und der Nutzer erhält keine weiteren Benachrichtigungen.
Deaktivierung des Nutzungsprofils
Auf Antrag des Nutzers wird das Nutzungsprofil deaktiviert. Dabei werden Informationen wie Device-Tokens für Push-Notifications und optionale Angaben gelöscht.
Widerruf der Einwilligung
Nutzer können ihre Einwilligung zur Nutzung optionaler Funktionen jederzeit widerrufen. Der Widerruf kann durch eine Anfrage an den Datenschutzbeauftragten erfolgen (Kontaktdaten siehe Abschnitt „Datenschutzbeauftragter").
Datenschutz durch Technikgestaltung und durch datenschutzfreundliche Voreinstellungen
Die Radbonus-App verfolgt einen proaktiven Ansatz, um den Datenschutz von Anfang an in die technischen und organisatorischen Prozesse zu integrieren.
Privacy by Design
- Anonyme Identifikation: Die Radbonus-App verwendet eine mittels Zufallsgenerator erzeugte Radbonus-ID zur technischen Zuordnung von Nutzungsdaten. Diese ID hat keinen Bezug zum Gerät oder zur Person des Nutzers und kann nicht auf eine bestimmte Person zurückgeführt werden.
- Ausschließlich lokale Standortverarbeitung: Geokoordinaten der gefahrenen Strecken werden nur lokal auf dem Gerät des Nutzers erhoben und nach der Berechnung der Strecke gelöscht. Es erfolgt keine serverseitige Speicherung von Standortdaten.
- Minimaler Datenfluss: Die Datenübertragung zwischen der App und den Servern beschränkt sich auf das Notwendige, z.B. gefahrene Distanzen und Start- und Endzeitpunkt der Fahrten, ohne personenbezogene Daten wie Namen oder Adressen zu übertragen.
- Nickname-Validierung durch lokales LLM: Nicknames sind freiwillig und durchlaufen vor Speicherung eine zweistufige automatisierte Prüfung: regelbasierte Mustererkennung und KI-gestützte semantische Analyse durch ein lokal auf der Radbonus-Infrastruktur betriebenes Sprachmodell. Die Eingabe erfordert eine aktive Bestätigung des Nutzers, dass der Nickname keine personenbezogenen Daten enthält. Wird kein Nickname vergeben, wird ein gekürztes ID-Fragment (z.B. „Meerkatze") als Standard-Anzeige-Kennung verwendet.
- Verschlüsselte Kommunikation: Alle Datenübertragungen erfolgen über verschlüsselte Verbindungen (SSL/TLS), um die Vertraulichkeit und Integrität der Daten zu gewährleisten.
Privacy by Default
- Datensparsamkeit: Standardmäßig werden nur die Daten erhoben, die für die Funktionalität der App absolut notwendig sind. Freiwillige Angaben wie Nickname oder Teamzugehörigkeit sind optional und nicht erforderlich für die Nutzung der App.
- Standardmäßig deaktivierte Tracking-Optionen: Standortbezogene Dienste sind standardmäßig deaktiviert und müssen vom Nutzer aktiv aktiviert werden, um die gefahrenen Strecken zu messen.
- Keine Speicherung personenbezogener Daten: Die App und das Backend speichern keine personenbezogenen Daten. Selbst im Falle eines Sicherheitsproblems können daher keine personenbezogenen Daten freigesetzt werden.
- Opt-In für zusätzliche Funktionen: Funktionen wie das Speichern von Herausforderungen als Favoriten erfordern eine aktive Entscheidung des Nutzers und sind standardmäßig deaktiviert.
Minimierung der Datenerhebung
- Reduzierung auf das Wesentliche: Die Radbonus-App erhebt nur die Daten, die für die Erbringung der Dienstleistung unerlässlich sind. Nicht benötigte Daten werden nicht erfasst.
- Löschung nach Nutzung: Temporär erfasste Daten wie Geokoordinaten werden nach der Nutzung sofort gelöscht, um die Datenspeicherung auf ein Minimum zu reduzieren.
- Anonyme Nutzung: Die App ermöglicht eine anonyme Nutzung im Sinne des ErwG 26 DSGVO — es werden keine personenbezogenen Daten erhoben oder gespeichert. Die technische Zuordnung erfolgt ausschließlich über die mittels Zufallsgenerator erzeugte Radbonus-ID, für die keine Zuordnungsmöglichkeit zu einer natürlichen Person besteht.
Regelmäßige Überprüfung und Aktualisierung
Die Radbonus GmbH verpflichtet sich zur kontinuierlichen Überprüfung und Aktualisierung der Datenschutz- und Sicherheitsmaßnahmen, um sicherzustellen, dass die dokumentierten Standards dauerhaft eingehalten werden.
Audits und Kontrollen
- Interne Sicherheitsaudits: Die Radbonus GmbH führt regelmäßig interne Sicherheitsaudits durch, um potenzielle Schwachstellen zu identifizieren und zu beheben. Dabei kommen spezialisierte Software-Lösungen wie die Burp Suite zum Einsatz, die umfassende Sicherheitsprüfungen ermöglicht.
- Externe Sicherheitsaudits: Zusätzlich zu den internen Audits werden regelmäßig externe Sicherheitsaudits von unabhängigen, spezialisierten Dienstleistern durchgeführt. Diese Audits bieten eine objektive Bewertung der Sicherheitsmaßnahmen und helfen dabei, kontinuierliche Verbesserungen zu implementieren.
- Überwachung und Protokollierung: Die IT-Infrastruktur der Radbonus GmbH wird kontinuierlich auf Anwendungs- und Systemebene überwacht. Protokolliert werden ausschließlich anwendungsbezogene und systembezogene Ereignisse (Datenbankoperationen, Administratorzugriffe, Systemressourcen, Fehlerzustände). Diese Protokolle enthalten keine IP-Adressen oder sonstige netzwerkbezogene Kennungen von App-Nutzern — die IP-Weiterleitung via
X-Forwarded-For ist auf den Load-Balancern deaktiviert. Sicherheitsaudits (intern und extern) prüfen die Anwendungssicherheit (z.B. mittels Burp Suite), die Konfiguration der Server und die Wirksamkeit der Zugriffskontrollen.
- Überprüfung der Anonymität: Regelmäßige Überprüfung, ob die verarbeiteten Daten weiterhin als anonym im Sinne des ErwG 26 DSGVO einzustufen sind. Bei Änderungen der technischen oder organisatorischen Rahmenbedingungen wird die Anonymitätsbewertung aktualisiert.
Verfahren zur Anpassung des Datenschutzkonzepts
- Kontinuierliche Verbesserung: Die Ergebnisse der internen und externen Audits werden genutzt, um das Datenschutzkonzept kontinuierlich zu verbessern und an neue Bedrohungslagen anzupassen.
- Aktualisierung bei rechtlichen Änderungen: Das Datenschutzkonzept wird regelmäßig überprüft und aktualisiert, um sicherzustellen, dass es den aktuellen gesetzlichen Anforderungen und Best Practices entspricht. Bei Änderungen der Datenschutzgesetze oder -vorschriften wird das Konzept entsprechend angepasst.
- Feedback-Schleifen: Rückmeldungen von Nutzern und Mitarbeitern werden aktiv in die Überarbeitung des Datenschutzkonzepts einbezogen, um praktische Verbesserungen und anwenderfreundliche Anpassungen zu gewährleisten.
Dokumentation und Protokollierung
- Nachvollziehbare Dokumentation: Alle Änderungen und Aktualisierungen des Datenschutzkonzepts werden sorgfältig dokumentiert. Diese Dokumentation ermöglicht eine nachvollziehbare Historie und stellt sicher, dass alle Maßnahmen transparent und überprüfbar sind.
- Regelmäßige Berichte: Es werden regelmäßige Berichte über die durchgeführten Audits und deren Ergebnisse erstellt. Diese Berichte dienen als Grundlage für weitere Verbesserungen und werden der Geschäftsführung zur Verfügung gestellt.
- Protokollierung von Vorfällen: Alle sicherheitsrelevanten Vorfälle werden umfassend dokumentiert und protokolliert. Diese Protokolle dienen der Analyse und helfen dabei, zukünftige Vorfälle zu verhindern.
Schulung und Sensibilisierung
Die Radbonus GmbH legt großen Wert darauf, dass alle Mitarbeiter und relevanten Stakeholder umfassend über Datenschutz und Datensicherheit informiert sind.
Schulungsprogramme für Mitarbeiter
- Regelmäßige Schulungen: Alle Mitarbeiter der Radbonus GmbH nehmen regelmäßig an Schulungen zum Thema Datenschutz und Datensicherheit teil. Diese Schulungen decken die Grundlagen der DSGVO, spezifische Anforderungen der Radbonus-App sowie die internen Datenschutzrichtlinien ab.
- Einführungsseminare: Neue Mitarbeiter erhalten bei ihrem Eintritt ins Unternehmen ein umfassendes Einführungsseminar, das sie mit den Datenschutzanforderungen und -prozessen der Radbonus GmbH vertraut macht.
- Spezialisierte Weiterbildung: Mitarbeiter, die in Bereichen arbeiten, die besonders datenschutzrelevant sind, erhalten zusätzliche, spezialisierte Weiterbildungen. Dies betrifft insbesondere die IT-Abteilung und das Datenmanagement-Team.
Sensibilisierungsmaßnahmen für den Datenschutz
- Regelmäßige Erinnerungen: Durch regelmäßige E-Mails und interne Mitteilungen werden die Mitarbeiter kontinuierlich an die Bedeutung des Datenschutzes und an aktuelle Themen oder Bedrohungen erinnert.
- Workshops und Seminare: Zusätzlich zu den Schulungen werden regelmäßig Workshops und Seminare durchgeführt, in denen spezifische Datenschutzthemen vertieft und aktuelle Entwicklungen besprochen werden.
- Informationsmaterialien: Die Radbonus GmbH stellt ihren Mitarbeitern umfassende Informationsmaterialien zur Verfügung, darunter Leitfäden, Checklisten und FAQs zu datenschutzrelevanten Themen.
Förderung der Datenschutzkultur
- Offene Kommunikation: Die Radbonus GmbH fördert eine Kultur der offenen Kommunikation in Bezug auf Datenschutz. Mitarbeiter werden ermutigt, Fragen zu stellen und Bedenken zu äußern, um ein umfassendes Verständnis und eine aktive Beteiligung am Datenschutz zu gewährleisten.
- Feedback-Schleifen: Rückmeldungen und Verbesserungsvorschläge der Mitarbeiter werden aktiv eingeholt und in die Weiterentwicklung der Datenschutzmaßnahmen integriert.
- Best Practices: Durch die Vermittlung und Anwendung von Best Practices im Datenschutz wird sichergestellt, dass alle Mitarbeiter die gleichen hohen Standards einhalten.
Schlussbestimmungen
Gültigkeitsdauer des Datenschutzkonzepts
Dieses Datenschutzkonzept tritt am 01.02.2026 in Kraft und bleibt bis auf Weiteres gültig. Es wird regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst, um den aktuellen rechtlichen Anforderungen und den Best Practices im Datenschutz zu entsprechen.
Verfahren zur Bekanntmachung des Konzepts
- Interne Kommunikation: Das Datenschutzkonzept wird allen Mitarbeitern der Radbonus GmbH durch interne Mitteilungen und Schulungen bekannt gemacht. Es steht jederzeit im internen Netzwerk des Unternehmens zur Verfügung.
- Externe Kommunikation: Nutzern und Partnern wird das Datenschutzkonzept über die offizielle Website der Radbonus GmbH sowie innerhalb der Partner-Welt in der App zugänglich gemacht. Es wird darauf hingewiesen, dass das Konzept regelmäßig aktualisiert werden kann.
Ansprechpartner für Rückfragen
Bei Fragen oder Anliegen bezüglich dieses Datenschutzkonzepts können Sie sich an den Datenschutzbeauftragten der Radbonus GmbH wenden (Kontaktdaten siehe Abschnitt „Datenschutzbeauftragter").